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„Dinner for one“ mitten im Sommer

Ebsdorf „Dinner for one“ mitten im Sommer

Auf „Justs Hoob“ kamen am Samstag beim traditionellen Backhausfest nicht nur die Freunde ofenfrischen Schmierkuchens auf ihre Kosten. Denn in diesem Jahr sorgte auch ein Klassiker des englischen Humors für Spaß.

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Birgit Kittel als Miss Sophie und Wolfgang Häuser als Butler James brachten die Besucher des Ebsdorfer Backhausfestes mit ihrem „Dinner for one“ zum Lachen.Foto: Becker

Ebsdorf. 1994 ist das Gründungsjahr des Heimat- und Verschönerungsvereins Ebsdorf. Ohne Frage ein Gewinn für die Dorfgemeinschaft. Der 75 Mitglieder zählende Verein sorgt nicht nur für einen guten optischen Eindruck des Dorfs, er hat sich über die Jahre auch als „Geschichtsverein“ hervorgehoben und auf die Darstellung der „inneren Werte“ konzentriert.

So finden in den eigenen Archivräumen Präsentationen zur Dorfgeschichte statt. Vom Gründungsjahr an ist das Backhausfest Ende August ein Renner. Am Samstag wurde daher nicht nur das Vereins-, sondern auch ein Festjubiläum gefeiert.

Wie immer gab es aus dem Backhaus frisch gebackenen Schmierkuchen zum Gleichverzehr sowie Bauernbrot für den Genuss zuhause. Als süße Delikatesse fand der aus Brotteig verkehrtherum gebackene Apfelkuchen - sprich mit dem Teig nach oben und den Äpfeln nach unten - guten Absatz. Für die, die des Dialekts mächtig sind, war das der „Ineschtereweschte“. Überdies hatten die Ebsdorfer zahlreiche Kuchen zum Fest beigesteuert. „Wir haben wieder große Unterstützung aus dem Dorf erhalten“, erzählte Wolfgang Richardt. Ohne diese vielfältige Hilfe sei das Fest nicht zu bewältigen, betonte der Vereinsvorsitzende.

Angelockt von dem Angebot waren über zweihundert Menschen. Gekommen waren nicht nur die „Ebsdorfer“, sondern auch zahlreiche Gäste aus den Nachbardörfern oder Nachbargemeinden. Es war aber nicht nur das besondere Essensangebot, das das Fest interessant macht.

Sozusagen als Glanzpunkt zum Geburtstag wurde „Dinner for one“ aufgeführt. „Dieses Geburtstagsstück passt sehr gut zu dem Anlass und hat seinen besonderen Reiz, weil es von Ebsdorfern im heimischen Dialekt gespielt wird“, sagte Richardt. Die „Schauspieler“ Birgit Kittel, als Miss Sophie in heimischer Tracht gekleidet, und Wolfgang Häuser als Buttler James machten dem Klassiker dann alle Ehre. „Die selwe Prozedur wei jedes Joar“ zauberte den jungen und alten Zuschauern gleichermaßen das Lachen ins Gesicht und brachte den Akteuren am Ende tosenden Applaus. Überdies standen am Festtag die Schauräume, die aus den ehemaligen Hengstställen entstanden waren, für die Besucher offen. Gebrauchsgegenstände und wertvolle Relikte aus vergangenen Zeiten waren hier ansprechend ins Licht gesetzt und wurden rege bewundert.

von Martina Becker

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