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Die Quelle des Lebens

Wasser Die Quelle des Lebens

Wir trinken es, nutzen es zum Waschen, für die Industrie, wir erzeugen mit ihm Energie und schreiben Gedichte und Lieder über dieses Element. Wasser kann und bedeutet so vieles.

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Beim Memory-Spiel sammelten die Zuhörer bekannte Zitate und Sprichwörter rund um das Thema Wasser.

Quelle: Ina Tannert

Heskem-Mölln. „Der Anfang aller Dinge ist das Wasser, aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles wieder zurück“, sagte schon der griechische Philosoph und Mathematiker Thales von Milet etwa 600 Jahre vor Christus. Mit allerhand Wissenswertem über das Thema Wasser, Zitaten, Sprichwörtern und unterhaltsamen Spielen rund um das Element begeisterte Gastrednerin Annelies Müller aus Holzhausen Seniorinnen aus Heskem am vergangenen Mittwoch.

Für ihren Vortrag „Wasser ist zum Waschen da“ hatte sich die ehrenamtliche Referentin so einiges ausgedacht, berichtete über die Bedeutung und Wege des Wassers, vom Regen bis zur Leitung und peppte den Vortrag mit Anekdoten auf. Wasser ist ein wertvolles Gut, auch wenn über 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind; trinkbar ist davon nicht einmal ein Prozent. Eine besondere Eigenschaft des blauen Planeten ist dabei der stete Kreislauf des lebenswichtigen Elements. „Wasser geht auf der Erde nie verloren, es verwandelt sich nur im Wasserkreislauf“, erklärte Müller.

Wasser fällt als Regen zurück auf die Erde

Soll heißen: Das durch Sonnenwärme verdampfte Nass am Boden steigt stetig nach oben, kühlt dort wieder ab und bildet Wolken am Himmel. Diese entleeren sich wiederum, der Regen fällt zurück auf die Erde und versickert, gelangt in das Grundwasser, Flüsse und Seen. Der Kreislauf beginnt von vorne. Die Vorteile von Wasser liegen auf der Hand. Nicht nur, dass der Mensch zum Überleben ausreichend Wasser benötigt - er kann deutlich länger ohne Nahrung als ohne Flüssigkeit aushalten -, profitiert die Gesellschaft etwa durch Energieerzeugung aus Stauseen oder Wassermühlen.

Das Trinkwasser in Deutschland stammt zu einem Drittel aus Oberflächenwasser, zu zwei Dritteln aus Grundwasser, so die Referentin. Das natürliche Mineralwasser als beliebtes Getränk stammt dabei aus unterirdischen Wasservorkommen und enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente. Auf seinem Weg durchläuft es zahlreiche unterschiedliche Gesteinsschichten, die den Geschmack des Wassers beeinflussen.

Erst Wasser pumpen, dann ins Haus schleppen

Ist es für Bewohner der westlichen Welt heute ganz normal und bequem, einfach den Wasserhahn aufdrehen zu können, sah das früher noch ganz anders aus. Viele Senioren aus dem Publikum erinnerten sich noch an Zeiten, als sie zum Wasserholen geschickt wurden, das überlebenswichtige Nass per Muskelkraft, Pumpe oder aus dem Brunnen gefördert werden musste.

Die große Bedeutung des nassen Elements wurde auch in zahlreichen Liedern und Gedichten verewigt. Viele davon sind allgemein bekannt, auch bei den Zuhörern des Abends, die gemeinsam einige Wasserlieder und Geschichten aus ihrer Kindheit zum Besten gaben.

Alte Sprichwörter und Reime rund um das Thema Wasser gibt es zuhauf: „Es steht ein Wirtshaus an der Lahn, da halten alle Fuhrleut an“ oder „wo‘s Dörflein traut zu Ende geht, wo‘s Mühlenrad am Bach sich dreht“ oder „wenn alle Brünnlein fließen“ - die Texte konnte das Publikum locker aus dem Gedächtnis mitsingen. „Ich will auch an die Lieder und Sprüche aus der Vergangenheit erinnern, die in Vergessenheit geraten sind“, erklärte Müller. Als humorvolles Highlight des Abends führte sie gemeinsam mit Andrea Peil einen Sketch über das volkstümliche Scherzlied „Ein Loch ist im Eimer“ auf, bei dem der Johann seine „liebe Liese“ Wasser holen schickt.

Mit begeistertem Applaus honorierten die 20 Zuhörerinnen den Vortrag mit unterhaltsamer Show. Zu dem Abend eingeladen hatte der Landfrauenverein Heskem, der alle zwei Wochen ein Themen-Treffen für interessierte Bewohner aus der Gemeinde veranstaltet.

von Ina Tannert

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