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Die Natur wird zum Klassenzimmer

Jugendwaldheim Roßberg Die Natur wird zum Klassenzimmer

Schlamm werfen, Spinnen, Barfuß laufen - mit großem Wissensdurst und mit jeder Menge Spaß entdeckten die Besucher des Jugendwaldheims Roßberg am Samstag ihre Umwelt.

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Natur-Schmuck: Die siebenjährige Selma bastelte einen dekorativen Fensterrahmen aus Zweigen, Blättern und Moos.

Quelle: Ina Tannert

Roßberg. Mehr als 20 Entdeckungs- und Spielstationen erwarteten die Besucher am Familientag des Jugendwaldheims. Zwischen Energiewerkstatt, Mehlmühle, Tierpfad und Feuerhütte verbrachten zahlreiche Familien aus dem Kreis einen spannenden Tag in der Natur.

Der Verein des außerschulischen Lernortes hatte sich einiges einfallen lassen. Echtes Steinzeit-Gefühl kam in der Feuerhütte auf. Dort demonstrierte Peter Honig den jungen Forschern, wie sich mit Feuersteinen wie Pyrit ohne Aufwand mit etwas Geduld ein knisterndes Feuer „schlagen“ lässt. Auch in der Kinderwerkstatt nebenan wurde ordentlich gehämmert, gesägt und gebastelt. In der Spinnerei erprobten die jungen Handwerker ihre Fähigkeiten an Handspindel und Spinnrad.

Mitmach-Stationen in der Energiewerkstatt

Technisch wurde es in der Energiewerkstatt. Kinder und Eltern informierten sich an Mitmach-Stationen über den Energieverbrauch alltäglicher Haushaltsgeräte und probierten verschiedene Techniken zur nachhaltigen Stromerzeugung aus. Unter anderem strampelten sie fleißig auf dem Energiefahrrad oder drehten am Ventilator, um die angeschlossene Glühbirne zum Leuchten zu bringen. „Das Licht ist an“, lachte die dreijährige Elisabeth da begeistert.

„Es ist wichtig, dass die Kinder alles einmal ausprobieren und selber entdecken können“, freute sich Vereinsmitglied Anja Döringer-Zährl über das große Interesse der jungen Besucher.

Ereignisreich war auch die Bachwanderung entlang der Zwester-Ohm oder der Tiersuchpfad, auf dem es allerhand tierische Bewohner aus dem Wald zu entdecken gab. Sportlich wurde es beim Tierweitsprung, bei dem die Kinder ihre Sprungkraft mit denen der Waldtiere verglichen: die 70 Zentimeter der Maus waren noch leicht zu überbieten, schwieriger wurde es schon mit Marder, Hase und Co. mitzuhalten.

Bad im Schlamm

Mitten im Wald erwartete die besonders mutigen Besucher ein klebriger Matschtisch mit jeder Menge formbarem, glitschigem Schlamm. Nach kurzem Zögern überwand sich Besucherin Amely und sprang begeistert in das matschige Schlammfass. „Das ist bestimmt gut für die Füße“, grinste Amely und stampfte fröhlich durch die klebrige Masse. Am Stand des Waldkindergartens bastelten die jungen Gäste dekorative Fensterrahmen aus Zweigen, Moos und Blättern, die sie mit nach Hause nahmen. „Es ist jedes mal toll hier und eine echte Bereicherung für die Kinder“, lobte Carina Gerlach den Veranstalter.

von Ina Tannert

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