Innerhalb von zwei Stunden lernten die sechs Mädchen unter Anleitung von Denise Drahotta (im Vordergrund) eine anspruchsvolle Choreografie. Hier geht es übrigens nicht um „Sumo-Ringen“. Die Übung gehörte zum Tanz, den alle einübten.
Stadtallendorf. Mit Begeisterung folgten Julia, Lisa, Hanna, Lorena, Alessa und Shaleen den Anweisungen von Tanzlehrerin Denise Drahotta. Die sechs Mädchen hatten die Trainingseinheit im Rahmen der Aktion „Die OP erfüllt Kindern Wünsche“ gewonnen.
Die Diplom-Tanzpädagogin Drahotta hatte im Vorfeld schon ein Lied aus dem Teeniefilm „High School Musical“ für die Kinder ausgewählt und auf die passende Länge zurechtgeschnitten. Wie gut sie sich viele unterschiedliche Teile einer Choreografie merken konnten, bewiesen die Kinder im Verlauf des Trainings. Nachdem sie schon beim Aufwärmen beispielsweise die Bewegungen einer Schlange imitiert hatten, war es kein Problem für die Kinder, diese Tanzfigur auch in Teilen der Choreografie mit einzubauen.
Baustein für Baustein übte Drahotta mit den Kindern die einzelnen Tanzfiguren der Choreografie. Gemeinsam mit ihrer Assistentin Mandy Lauer zeigte sie den Kindern die Bewegungen erst ohne Musikbegleitung. Schnell konnten die Kinder auch die einzelnen Teile der Choreografie in Begleitung der Musik und damit in viel schnellerem Tempo tanzen. Auch der Zusammenbau der einzelnen Choreografieteile war für die Kinder kein Problem, denn sie hatten ein „Hilfsmittel“. Nach dem Erlernen von jedem Tanzabschnitt wurden die Bewegungsabfolgen von den Kindern in ihren ganz persönlichen „Computer“ gespeichert. Natürlich hatte kein Kind einen echten Computer mitgebracht. Sie nutzten ihr Gedächtnis als „Computer“ und gaben immer wieder neue Informationen ein.
Die erste echte Bewährungsprobe für das Gedächtnis der Kinder kam mit der Pause. Zuvor hatten sie viel Geschick bewiesen und alle bis dahin erlernten Teile der Choreografie mit Leichtigkeit miteinander verbunden. Für die Pause hatte Drahotta Getränke und ein Eis für Jeden vorbereitet. Auch wenn es am Dienstag nicht ganz so warm war wie die Tage zuvor, waren die Erfrischungen bei allen gern gesehen. Frisch gestärkt konnten die Kinder dann wieder zurück in die Tanzhalle und zeigen, dass ihr „Computer“ über einen Langzeitspeicher verfügt.
Viel Zeit hatten sie nicht mehr, denn schon bald sollten die Eltern zurückkommen und bis dahin sollte die Choreografie des Liedes vollständig sein. Alle eventuellen Bedenken wurden schnell zerstreut, denn nicht nur die schon erlernten Teile des Tanzes, auch neue konnten die Kinder mühelos aneinanderfügen. Sie zeigten bei jeder Wiederholung eine nicht nachlassende Begeisterung. Als dann auch das Schlussbild in der Aufstellung fehlerfrei war, konnten die Eltern kommen. Es ist nicht verwunderlich, dass auch die Aufführung der Kinder von ihrem Publikum mit einem langen Applaus belohnt wurde.
von Sonja Achenbach
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