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Dichterin gewährt detaillierte Einblicke

Roth Dichterin gewährt detaillierte Einblicke

Die junge Regisseurin Anna Ditges begleitete die jüdische Lyrikerin Hilde Domin bis zu deren Tod im Februar 2006 fast zwei Jahre lang mit der Kamera.

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Anna Ditges erzählte in der Rother Synagoge nicht nur von ihren Erfahrungen mit Hilde Domin, sie rezitierte auch einige ihrer Gedichte.

Quelle: Stefan Weisbrod

Roth. Gespannt verfolgten mehr als 30 Personen im ehemaligen jüdischen Gotteshaus den 95-minütigen Kinostreifen. Es entstand ein persönlicher und direkter, amüsanter und zugleich trauriger Film über das Leben einer der anerkanntesten deutschen Dichterinnen der Nachkriegszeit.Durch Zufall stieß die damals 26-jährige Ditges im Jahr 2004 in einer Buchhandlung auf Domins Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Zutiefst bewegt von der Kraft und Klarheit der lyrischen Sprache, wie sie in der ersten Szene ihres Films beschreibt, nahm sie anschließend den Kontakt mit Domin auf. „Ich wollte diese Frau kennenlernen.

Aber ich wusste nicht mal, ob sie noch lebt und habe nach ihrer Nummer im Telefonbuch gesucht“, erzählte die heute 31-Jährige, die auf Einladung des Arbeitskreises Landsynagoge nach Roth kam und dort auch einige Gedichte Domins vortrug. „Ich hatte erwartet, mit einer Sekretärin zu sprechen, als ich ihre Nummer wählte. Ich war sehr erstaunt, als ich sie direkt am Telefon hatte.“

Die damals 95-jährige Dame von ihrem Anliegen zu überzeugen, sei nicht leicht gewesen, berichtete Ditges. „Bis zu einer Einladung hat es einige Monate gedauert und dann wurde mir ein Termin genannt. Wenn ich dann nicht kann, dann erst wieder ein halbes Jahr später, hat sie mir gesagt.“ Die Chance ließ die Kölnerin nicht ungenutzt und reiste nach Heidelberg.

Zunächst sei sie skeptisch gewesen, ob sich mit Domin ein Film machen ließe, gab Ditges in Roth zu.

von Stefan Weisbrod

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