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Der beste Stratege siegt auf dem Feld

„Ninja Arena“ Der beste Stratege siegt auf dem Feld

Mehr Glück als Verstand – das hilft hier nicht. Bei „Ninja Arena“ kommt es aufs strategische Denken an. Zusammen mit schnellen Rundenabläufen ein Faktor für echten Spielgenuss, findet der Entwickler Oliver Schneider.

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Oliver Schneider, Spiele-Entwickler aus Bellnhausen, ist Autor von „Ninja Arena“, einem Strategie-Spiel, das teils in Handarbeit und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Bei diesem Spiel riecht nichts nach Fabrik oder Chemie. Kein Wunder – es steckt ja auch kein Plastik drin. Dafür viel Handarbeit. Hebt man den Kartondeckel von „Ninja Arena“, weht einem der Duft von frischem Buchenholz entgegen. Daraus sind Spielbrett und Holzwürfel, die für den Aufbau der kompakten  3-D-Arena zum Einsatz kommen, in Deutschland gefertigt worden.

In die ebenfalls hölzernen Spielewürfel werden in Handarbeit die Spielsymbole eingebrannt – dies erledigen Autor und Team persönlich. Die Spielfiguren, hochwertige Modelle aus bleifreiem Zinn, haben Schneider und seine Mitstreiter Rainer Schoof, Lindsey Baquero, Mareike Rosanksi, Stefan Wäcken und Sebastian Heuser allesamt in dem kleinen Bellnhäuser Spiele-Unternehmen „2mt Games“ entwickelt. „Für die Figuren haben wir teils selbst Modell gestanden, teils Freunde von uns“, erzählt Oliver Schneider stolz. Entstanden sind so vier verschiedene Ausführungen von Ninja-Kriegern aus Zinn in kampfbereiter Pose, zwei männliche und zwei weibliche.

„Ninja Arena“ ist das erste Brettspiel aus dem Hause „2mt Games“. Die Macher haben großen Wert aufs Detail gelegt. „Insgesamt haben wir mehr als zwei Jahre an dem Spiel gearbeitet – deshalb geben wir es jetzt auch nicht aus der Hand“, erzählt Oliver Schneider, für den es eine Herzenssache ist, das Spiel in Eigenregie zu produzieren sowie zu vertreiben. „Wenn man das aus der Hand gibt, ist man finanziell zum einen kaum mehr beteiligt. Zum anderen machen die Verlage aus den Spielen, was sie wollen“, schildert er und verrät mehr über die Überzeugungen seines Teams: Hochwertige Materialien aus nachwachsenden und umweltschonend gewonnenen Rohstoffen, Handarbeit und faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion – all das sollte drinstecken im perfekten Brettspiel.

Rund 100 Exemplare sind bereits verkauft

„Wer gern spielt, weiß das zu schätzen und zahlt dafür auch etwas mehr“, sagt Oliver Schneider und berichtet, dass die ersten Wochen, in denen das Spiel auf dem Markt ist, gut gelaufen seien. 200 Exemplare gibt es in der ersten Auflage, erhältlich im Fachhandel, „davon sind bereits rund 100 verkauft“.

Zum Spiel selbst: Im Vordergrund steht auch hier, was den Machern selbst gefällt. „Ich mag keine Spiele mit Glücksfaktor“, erklärt Schneider. Deshalb ist bei „Ninja Arena“ die strategische Entscheidung eines jeden Spielers ausschlaggebend für den Erfolg. Ganz nach dem Motto: Glück ist Geschick. Quälend lange Spielabläufe, „wo man nur ein, zwei Runden an einem Abend schafft“, so etwas gibt‘s nicht bei „Ninja Arena“, das Oliver Schneider ab zwölf Jahren empfiehlt und das für zwei bis vier Spieler geeignet ist. Schnelle Spielzüge und kompakte Runden mit wechselnden Spielerfolgen – das bringt Tempo in die Arena. Zum Einsatz kommen Karten, Würfel und Spielfiguren, so dass man beim Spielen neben dem Nachdenken auch mit den Händen etwas zu tun hat. Gespielt werden kann dabei in drei Schwierigkeitsstufen. Möge der beste Ninja gewinnen!

von Carina Becker

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