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Der Weißschwanzkiebitz

„Birdwatch an den Martinsweihern“ Der Weißschwanzkiebitz

Ein runder Kopf mit dunklen Augen, lange gelbe Beine und ein weißer Schwanz: der Weißschwanzkiebitz ist klein und elegant. Am Martinweiher bei Niederwalgern wurde im Juni 2009 ein Exemplar gesichtet.

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Im Juni 2009 machte der Weißschwanzkiebitz fünf Tage lang Stopp beim Martinsweiher in Niederwalgern.

Quelle: Axel Wellinghoff

Wann gesichtet?
Im Zeitraum vom 15. bis zum 19. Juni 2009

Wie viele Exemplare?
Ein Exemplar im Prachtkleid

Wie lange vor Ort?
Fünf Tage

Besondere Kennzeichen?
Etwas kleiner und eleganter als ein Kiebitz; runder Kopf mit großem, dunklem Auge, sehr lange gelbe Beine, weißer Schwanz und weißes Flügelband auf dem Armflügel.

Zugvogel?
Ja, der Weißschwanzkiebitz brütet an flachen Ufern von Steppenseen sowie in Flussmündungen (Wolgadelta, selten auch im Donaudelta) sowie vom Irak ostwärts bis Mittelasien. Überwintert von Nordostafrika über Kleinasien bis nach Indien. Erscheint bei uns als sehr seltener Ausnahmegast (bisher nur drei Nachweise in den Jahren 2000 an den Baggerteichen in Niederwald und Niederweimar), 2009 (Martinsweiher) und 2014 (Museumsdorf bei Argenstein).

Rote Liste?
Brütet nicht in Deutschland und steht deswegen nicht auf der Roten Liste.

Wahrscheinliche Herkunft?
Südosteuropa, Vorderasien

Warum außergewöhnlich?
Sehr seltener und auffallend schöner Watvogel, der sicherlich eine weite Reise hinter sich hatte, bevor er die Martinsweiher bei Niederwalgern entdeckte und zahlreiche Vogelbeobachter aus Deutschland und einigen Nachbarländern anlockte. Im Zuge des Klimawandels erscheinen Weißschwanzkiebitze in den vergangenen Jahren etwas regelmäßiger in Mittel- und Osteuropa.

von Dr. Martin Kraft, Vorsitzender  des Marburger Instituts für Ornithologie und Ökologie

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