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Der Turm, ein Sternenhimmel und die Falken

Kirche Ebsdorf Der Turm, ein Sternenhimmel und die Falken

Mit der Kirche verbindet nahezu jeder Ebsdorfer Bürger vielfältige Erinnerungen. Dementsprechend war die jüngste Ausstellung des Vereins von der ersten Stunde an rege besucht.

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Originalgetreue Kirchennachbauten, bildeten das Zentrum der Ausstellung. Drumherum waren es viele Bilder, die von der Geschichte des Gebäudes erzählten.Foto: Martina Becker

Ebsdorf. Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Beerdigung, es kam einiges an Material zusammen, das über die Kirche und die Menschen im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte zu erzählte hatte.

Besonders die alten Fotografien nahmen die Besucher in ihren Bann. Hier fanden sie Verwandte, Bekannte oder sich selber, beispielsweise als Konfirmandin oder Konfirmand. Demzufolge war es eine lebhafte Ausstellung, die am ersten Novemberwochenende erstmals öffnete und bis zum 17. November bereits 200 Besucherinnen und Besucher zählte.

Das mannigfaltige Bildmaterial und die zahlreichen Ausstellungsstücke stammten zum großen Teil aus dem eigenen Bestand des Vereins. Wie bereits bei Ausstellungen zu anderen Themen habe auch die Bevölkerung dieses Mal wieder tüchtig bei der Bestückung des Vereinsdomizils in der Bortshäuser Straße geholfen, erzählte der Vorsitzende Wolfgang Richardt. Er - und an seiner Seite das Archivteam - hatten die über 1000 Jahre alte Kirche aus vielen Blickwinkeln dem Betrachter zugänglich gemacht.

Maßstabgetreue Modelle

Drei maßstabgetreue Modelle, gebaut von Ebsdorfer Bürgern, bildeten das Zentrum der Ausstellung. In der Vitrine konnte man etwa ein Taufkleidchen aus dem Jahr 1784, genauso wie alte Konfirmationssprüche, Bibeln oder Gesangbücher bewundern.

Die Kirche als Bauwerk war ein weiterer Themenbereich, der anhand von Plänen und Bildern zeigte, wie sich der Bau im Laufe der Zeit verändert hatte. Viele kleine schöne Details, „die dem Betrachter nicht gleich ins Auge fallen“, hatte das Archivteam fotografiert und so die geheimen Schönheiten des Bauwerks noch einmal in Szene gesetzt. Man erfuhr auch, dass insgesamt 27 Pfarrer und eine Pfarrerin seit dem Jahr 1527 hier wirkten.

Welche Aufgabengebiete einem Pfarrer, einer Pfarrerin obliegen, hatte die jetzige Pfarrerin Margret Ortmann für die Ausstellung gegliedert. Eine weitere Tafel thematisierte den alten Kindergarten als kirchliche Einrichtung. Er war Diakoniestation, Kleinkinderschule oder Soldatengenesungsheim. Die „Kirche im Spiegel der Kunst“ - diese Ausstellungsecke fesselte die Blicke mit 18 unterschiedlichen Darstellungen. An die frühere Kleiderkultur erinnerten drei Ausstellungspuppen. Sie waren detailgetreu mit Abendmahls- und Festtagstracht ausgestattet.

Unverwechselbar zur Kirche gehörten auch die Geschichte und Gesichter des Kirchen- und Posaunenchores. Überdies hat die Kirche drei Markenzeichen.

Da ist zum einen der Turm der Kirche. Er charakterisiert Ebsdorf schon von Weitem.

In ihm befinden sich drei Glocken, deren Geläut die Ausstellungsbesucher im Film hören konnten, auch Turmfalken beherbergt er seit jeher.

Und dann ist da noch der Sternenhimmel im Inneren an der Decke des Kirchenschiffs. „Der Turm, ein Sternenhimmel und die Falken“ war daher auch die Überschrift für die lehrreiche Ausstellung.

von Martina Becker

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