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Der Seidenreiher

„Birdwatch an den Martinsweihern“ Der Seidenreiher

Der schlanke und eleganter, weiß gefiederte Seidenreiher erscheint nur sehr selten im hessischen Raum. Am Martinweiher hat Dr. Martin Kraft gleich zwei Exemplar gesichtet.

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Ein seltener Gast: An den Martinsweihern wurde dieser Seidenreiher mit prächtigem Federkleid gesehen.

Quelle: Antja Prenzer

Wann gesichtet?
21. Mai 2016

Wie viele Exemplare?
Zwei Exemplare im Prachtkleid

Wie lange vor Ort?
Etwa zwei Stunden

Besondere Kennzeichen?
Der Seidenreiher ist deutlich kleiner als Grau- und Silberreiher, wirkt schlank und elegant, Gefieder weiß mit zwei langen Schmuckfedern im Nacken, Schnabel und Beine schwarz, Zehen aber auffallend gelb.

Zugvogel?
Ja, brütet hauptsächlich im Mittelmeerraum und weiter ostwärts, aber auch in Belgien und in den Niederlanden. Vereinzelte Bruten auch in Süddeutschland. Überwintert in Afrika, in den vergangenen Jahren zunehmend in Süd- und Westeuropa. Erscheint bei uns als seltener Ausnahmegast zumeist im Mai oder Juni.

Rote Liste?
Brütet sporadisch in Deutschland und steht deswegen noch nicht auf der Roten Liste, befindet sich aber im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie.

Wahrscheinliche Herkunft?
Mittelmeerraum

Warum außergewöhnlich?
Erscheint nur ausnahmsweise bei uns in Hessen, zumeist einzeln. Am selben Tag wurden auch drei Seidenreiher am Lahnaltarm bei Marburg-Gisselberg beobachtet. Im Zuge des Klimawandels dehnen Seidenreiher ihr Brutgebiet deutlich in nördliche Richtungen aus, sodass Bruten in Deutschland und vielleicht auch in Hessen immer wahrscheinlicher werden.

von Dr. Martin Kraft, Vorsitzender des Marburger Instituts für Ornithologie und Ökologie

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