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Der Sandregenpfeifer

„Birdwatch an den Martinsweihern“ Der Sandregenpfeifer

Kurzer Schnabel, lange und orangerote Beine: Der Sandregenpfeifer erscheint im heimischen Gebiet vorwiegend im Frühjahr sowie im August und September. Am Martinweiher hat Dr. Martin Kraft ein männliches Exemplar gesichtet.

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Ein Sandregenpfeifer sitzt an Ufer des Martinsweihers.

Quelle: Dr. Martin Kraft

Wann gesichtet?
Zuletzt am 3. August 2016.

Wie viele Exemplare?
Ein männliches Exemplar.

Wie lange vor Ort?
Mindestens 10 Stunden.

Besondere Kennzeichen?
Gehört zu den kleinen Regenpfeifern (etwas größer als der bei uns brütende Flussregenpfeifer), Beine orangerot, kurzer Schnabel an der Spitze schwarz, an der Basis orangerot, auffallend schwarz-weiße Gesichtszeichnung, im Prachtkleid breites schwarzes Brustband, kein heller Augenring, lange Flügel und weiße Flügelstreifen, kleiner und dunkler als die normalen Sandregenpfeifer.

Zugvogel?
Ja, brütet in der Tundra Nordeuropas und Sibiriens, überwintert an den Küsten Afrikas, Asiens und Australiens. Erscheint bei uns vorwiegend Ende April bis Mitte Juni und im August/September.

Rote Liste?
Brütet nicht in Deutschland und steht deswegen auch nicht auf der Roten Liste.

Wahrscheinliche Herkunft?
Nordeuropa oder Sibirien.

Warum außergewöhnlich?
Während der Tundrasandregenpfeifer auf dem Heimzug vor allem an unseren Baggerteichen und Kiesgruben ein regelmäßiger Gast ist, kommt er auf dem Wegzug nur selten vor, weil die meisten Individuen nonstop über das Binnenland in Richtung Winterquartier fliegen. Erst dort werden dann die Schwung­federn gemausert. Leider wird bei Beobachtungen zu selten auf diese nordische Unterart geachtet, weil es nicht immer leicht ist, sie gegen die Nominatform abzugrenzen. Die Martinsweiher bei Niederwalgern und die Baggerteiche bei Niederwald und Niederweimar sind die bedeutendsten Rastplätze in unserem Landkreis.

von Dr. Martin Kraft, Vorsitzender des Marburger Instituts für Ornithologie und Ökologie

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