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Deichsanierung steht im Vordergrund

Weimar Deichsanierung steht im Vordergrund

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung sprachen die Weimarer Parlamentarier unter anderem über den Hochwasserschutz. Und wollen handeln.

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Die Weimarer Gemeindevertretung tagte im Ratssaal der Gemeindeverwaltung in Niederweimar.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Niederweimar. Die SPD hatte die Einrichtung einer Arbeitsgruppe (AG) Hochwasserschutz beantragt, zu dem die CDU einen Ergänzungsantrag einbrachte. Die Arbeitsgruppe soll aus Gemeindevertretern, Verwaltung und sachkundigen Bürgern bestehen und die 2011 von der Uni Kassel gemachten Vorschläge sichten und bewerten, ab August die Öffentlichkeitsbeteiligung begleiten und Vorschläge für ein Hochwasserschutzkonzept erarbeiten.

Fast 1000 Bürger in der Gemeinde seien durch Hochwasser direkt bedroht, am 28. August wird die Hochwasser-Risikomanagementplanung vorgestellt. Als erste konkrete Schritte sollen die bei der jüngsten Deichschau festgestellten Mängel behoben werden. Insbesondere sollen die Anlieger mit Gehölzbewuchs und schädlichen Einbauten angeschrieben und unter Fristsetzung aufgefordert werden, diese zu beseitigen.

Zudem forderte die CDU, die benachbarten Lahnanrainerkommunen sowie einen zuständigen Vertreter des Landkreises baldmöglichst zu einer Hochwasserschutzkonferenz einzuladen, um ein interkommunal abgestimmtes Vorgehen zu erreichen.

Bürgermeister Peter Eidam betonte, das sei ein wichtiges Thema, um das man sich bereits viele Gedanken gemacht habe, aber es fehle der finanzielle Ansatz. „Wenn wir einen Anteil der Gelder bekämen, die jetzt in die Beseitigung der aktuellen Hochwasserschäden gehen, könnten wir relativ schnell mit der Sanierung beginnen. Unsere Deiche sind sehr alt, an vielen Stellen brüchig, wir können schwerlich gewährleisten, dass sie einem starken Hochwasser standhalten. Von der Deichschau, während der wir bereits mit Anwohnern sprechen konnten, liegt ein umfassender Bericht vor. Wir werden die Ergebnisse umsetzen“, erklärte er. Der SPD-Antrag wurde mit den Ergänzungen der CDU mit 16 Ja- bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Regelmäßige Berichte

Künftig sollen regelmäßig Berichte der Delegierten aus den verschiedenen Verbandsversammlungen auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung stehen, erklärte Kurt Barth. Den Anfang machte Reinhard Ahrens von den Grünen, der schlechte Neuigkeiten aus dem Regionalen Nahverkehrsverband meldete. Ein RMV-Antrag sei beschlossen worden, um die Regionalbahn Marburg-Gießen zu „beschleunigen“. Aber bei dem Beschluss sei nicht allen klar gewesen, dass dadurch sechs Angebote entfallen würden. Nur er und der Gladenbacher Bürgermeister hätten dagegen gestimmt.

Bürgermeister Eidam ärgerte sich, dass man im Vorjahr mit allen Bürgermeistern und dem Landrat im Gespräch mit dem RMV erreicht habe, dass alles bleibe, wie es war, und nun sei das Gleiche nochmals in der Versammlung zur Abstimmung gebracht und beschlossen worden. Ahrens meinte, eigentlich sei dies anfechtbar, nun müsse sich jemand finden, der diesen Beschluss anfechte.

Der Erste Beigeordnete Stefan Bug fügte noch einen kurzen Bericht aus dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke zur geplanten Grundwasserförderung aus dem Burgwald hinzu (die OP berichtete).

nDie nächste Gemeindevertretersitzung findet am 12. September statt, die Ausschüsse tagen am 2., 3. und 4. September.

von Manfred Schubert

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