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„Das ist ein fantastisches Ergebnis“

Zweiter Platz bei "Unser Dorf" „Das ist ein fantastisches Ergebnis“

Rund 150 Niederwälger feierten am Montagabend ihren Erfolg im Landesentscheid, der unter anderem 3000 Euro in die Projektkasse spült.

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Im Juni fand der Besuch der Bewertungskommission statt. Während der Dorfpräsentation wurde viel erklärt, notiert und gezeigt. Heraus sprang ein guter zweiter Platz.

Quelle: Götz Schaub

Niederwalgern. Germerode im Werra-Meißner-Kreis „inszeniert sich hervorragend mit seinem Tourismuspotential, zeichnet sich durch gute Erfolge bei der Leerstandvermarktung aus und hat eine erfolgreiche Wertschöpfung mit landwirtschaftlichen Kooperationsprojekten vorzuweisen“. So lautet der erklärende Satz zum Landessieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Kategorie jener Dörfer, die schon im Dorferneuerungsprogramm waren. Und Niederwalgern? Niederwalgern folgt auf Platz zwei. Das bedeutet zunächst einmal, dass Niederwalgern nicht der hessische Vertreter im Bundeswettbewerb im nächsten Jahr sein wird. Es bedeutet aber auch, dass die Arbeit, die sich die vielen ehrenamtlich tätigen Bürger für ein lebens- und liebenswertes Dorf gemacht haben, große Anerkennung erfahren hat.

Und das machte gestern Abend alle, die den Weg ins Bürgerhaus gefunden hatten, stolz und glücklich. „Germerode ist wirklich ganz klar weit vor uns“, sagte Ortsvorsteher Heinz Heuser, der im Laufe des Tages eine kleine Ergebnisanalyse betrieben hatte. „Den zweiten Platz haben wir uns gegen eine starke Konkurrenz dann hart erkämpft“, gab er weiter Auskunft. In der Bewertungskategorie „Dorf in der Landschaft“ schnitt Niederwalgern von allen acht Hessen-Finalisten am besten ab. Auch bei der „allgemeinen Entwicklung und „Baugestaltung“ wusste der Ort ordentlich zu punkten. Dass es für die dritte Wettbewerbsrunde auf Bundesebene nicht reichte, machte niemanden traurig.

„Über den zweiten Platz können wir hochzufrieden sein“, befand stellvertretend Bürgerin Karin Schacherl. Und in der Tat stellt dieses Ergebnis das beste aus einer 16-jährigen Wettbewerbsgeschichte dar. „1999 haben ein paar Bürger mit ein paar Plakaten und vielen Absichtserklärungen erstmals am Wettbewerb teilgenommen“, erinnerte Heuser an die Anfänge. Im Laufe der Jahre steigerten sich dann die Niederwälger und fuhren nun ihr bis dato bestes Ergebnis ein. „Hier ist Leben in der Bude“, lobte Detlef Ruffert, Vorsitzender des Kreistages, der die Grüße des Landkreises überbrachte. Und er sagte: „Euer Slogan Dorf mit Herz sowie eure kontinuierliche Arbeit sind beispielgebend. Euer zweiter Platz ist ein fantastisches Ergebnis.“ Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Löber und natürlich Weimars Bürgermeister Peter Eidam fanden lobende Worte für die geleistete Arbeit für die Allgemeinheit. Obgleich die Niederwälger in den kommenden Jahren ihr Engagement vornehmlich auf Erhaltungsarbeiten beschränken wollen, gibt es weiterhin Ideen, die auf ihre Umsetzung warten, beziehungsweise umgesetzt werden sollen. Dabei handelt es sich um Projekte zur Förderung der Geselligkeit und des Miteinanders im Dorf. Evelyn Schubbert sprach von der Organisation eines Bürgerfrühstücks und eines Neubürgertreffens.

Stichwort Neubürger. Ein aktueller Neubürger, und sicher kein unwichtiger im Dorf, fühlt sich jedenfalls sehr gut aufgenommen: Pfarrer Wolfgang Gerhardt. „Ich freue mich, in Niederwalgern auch im Kirchenvorstand viele engagierte Menschen vorgefunden zu haben, die die Kirchengemeinde lebendig machen“, sagte er gegenüber der OP. Das Engagement der Bürger während des Kommissionsbesuchs im Juni habe ihn sehr beeindruckt. „Ich kann nichts anderes sagen, ich fühle mich wohl hier.“

Am 11. Oktober fahren die Niederwälger sicher gut gelaunt zur Siegerehrung nach Melsungen.

von Götz Schaub

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