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Das höchste Lob: „So muss Schule sein“

Gesamtschule Ebsdorfer Grund Das höchste Lob: „So muss Schule sein“

Den absoluten Spitzenplatz erzielte die Gesamtschule Ebsdorfer Grund (GSE) beim Landeswettbewerb „Starke Schule“, weil sie die Schüler optimal auf eine berufliche oder schulische Laufbahn vorbereitet.

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GSE räumt hessischen Spitzenpreis ab: Bosse Kettner, Leiter des Hauptschulzweigs (obere Reihe, von links), Kirsten Pfeiffer vom Verein BSJ, Jana Stilgebauer, Fachsprecherin Arbeitslehre und Schulleiter Lothar Potthoff feierten gemeinsam mit den Schülern Kevin, (untere Reihe, von links), Kilian, Kristina, Klara, Anne-Katrin und Finja die Erstplatzierung.

Quelle: Ina Tannert

Heskem. Wenn es um berufliche Orientierungshilfe, Vorbereitung auf eine Ausbildung wie auch schulische Qualifikationen und individuelle Förderung der Schüler geht, macht der GSE keiner so schnell etwas vor. Dies sah die Jury des Wettbewerbs „Starke Schule“ so und kürte die GSE „zur stärksten der starken Schulen in Hessen“.

Gegen insgesamt 67 andere schulische Bewerber um den ersten Platz setzte sich die Gesamtschule durch. Den Ausschlag gab unter anderem das Anschlusskonzept der Institution, das sich sowohl an eine gesicherte Ausbildung nach dem Schulabschluss wie auch an die Qualifikation für weiterführende Schulen richtet.

Am 12. Februar wurde die Auszeichnung im Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden an den Wettbewerbssieger überreicht. Acht Vertreter der Schulverwaltung sowie acht Schüler nahmen an der Preisverleihung teil und die Auszeichnung von Kultusminister Alexander Lorz entgegen. Neben der Erstplatzierung kann sich die GSE über ein Preisgeld von 5000 Euro freuen.

Lobesworte bringen es auf den Punkt

„So muss Schule sein“, hatte es die Wettbewerbsjury auf den Punkt gebracht, lobte Dr. Frank Martin, Regionaldirektor Hessen der Bundesagentur für Arbeit, in seiner Laudatio die erfolgreiche Konzeption der siegreichen GSE. Die Schule habe mit einem schlüssigen Konzept überzeugt, das neben einer individuellen Persönlichkeitsbildung gleichsam die Berufs- und Lebensorientierung der Schüler in den Mittelpunkt stelle, gratulierte Martin und hob das „hochintelligente Praktikumskonzept“ der Schule hervor.

Eine umfangreiche Praxis- und Alltagserfahrung sowie eine ideale Ausbildungsvorbereitung ist der Schule wichtig. Neben festen Praktika, regelmäßigen Praxistagen und der alljährlichen Ausbildungsmesse der GSE, organisiert die Schule im hauseigenen Berufsorientierungsraum regelmäßig Wahl-Informationsveranstaltungen mit Firmen aus der Region, erklärte Bosse Kettner, Leiter des Hauptschulzweigs. Vor Ort können sich die Schüler aller Schulzweige so ein Bild über individuelle Berufsausbildungen machen und Kontakte zu den Betrieben knüpfen.

Schüler blicken voraus

Von ihren persönlichen Erfahrungen der Orientierungstage berichteten gleich mehrere Schüler der Abschlussjahrgänge, die sich auf diesem Wege ein festes Ziel über ihre berufliche Zukunft setzen konnten. So plant etwa der Zehntklässler Kilian nach seinem Abitur ein Maschinenbaustudium in Dresden und eine Zukunft als Landmaschinenhersteller. Die 14-jährige Klara möchte wiederum nach ihrem berufsorientierten Abschluss an der GSE die Hauptschule besuchen und eine Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen.

Neben Ausbildung und Beruf liege der konzeptionelle Schwerpunkt der Schule ebenfalls auf dem Entdecken und Erlernen lebenspraktischer Fertigkeiten. „Uns geht es nicht nur um Berufsorientierung, sondern auch um eine Anschlussqualifizierung als Gesamtpaket“, brachte es Schulleiter Lothar Potthoff auf den Punkt.

Gesamtpaket überzeugt

Im Rahmen ihres Anschlusskonzeptes arbeitet die Schulgemeinde eng mit außerschulischen Mitarbeitern und Kooperationspartnern, wie etwa dem Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) sowie mit zahlreichen Wirtschaftsbetrieben und weiterführenden Schulen zusammen. „All diese zusammen bilden eine starke Schule“, lobte Kettner.

Der bundesweite Wettbewerb „Starke Schule“ wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie der Deutsche-Bank-Stiftung ausgerichtet.

Ausgezeichnet werden allgemeinbildende Schulen, die ihre Schüler besonders gut auf einen künftigen Beruf vorbereiten. Für eine erfolgreiche Prämierung setzt der Wettbewerb dabei auf eine besondere Balance der Schwerpunkte „Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Netzwerke nutzen und Übergänge meistern“.

Am 21. April wird die GSE im Bundeswettbewerb gegen die Gewinner der anderen Bundesländer antreten und um den Titel „Deutschlands beste Schule, die zur Ausbildungsreife führt“ kämpfen.

von Ina Tannert

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