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Das große Wunschkonzert

Perseidennacht Das große Wunschkonzert

Um die hohe Perseidenaktivität in der Dienstagnacht mitzuerleben, wachten Kinder und Erwachsene auf dem Frauenberg - und zählten die Sternschnuppen.

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Der klare Himmel, der sich in der Nacht zu Mittwoch immer wieder zwischen den Wolken auftat, war auf dem Frauenberg heiß ersehnt. Gemeinsam mit Astronomiekundigen, unter anderem von der Marburger Volkssternwarte, zählten die Besucher Sternschnuppen.

Quelle: Tobias Werner

Frauenberg. Selbst die nicht ganz so aufmerksamen Beobachter des Himmelszelts haben in dieser Nacht Erfolg - und bringen es leicht auf fünf Sternschnuppen pro Stunde. Auf dem Frauenberg zählen am späten Dienstagabend und in den frühen Nachtsstunden vor allem die Kinder laut mit und verkünden stolz, wenn sie wieder einen der kleinen, in die Erdatmos-phäre eindringenden und dabei hell leuchtenden Meteoriten gesehen haben. Laute „Ahs“ und „Ohs“ erfüllen die Nacht auf der Bergkuppe an der Ruine. „Ich möchte noch mindestens ein oder zwei Sternschnuppen sehen - ich habe noch so viele Wünsche“, sagt eine Frau, die es sich mit Kindern und Hund auf dem Boden liegend bequem gemacht hat. So kann man am besten in die Sterne schauen - und so machen es die meisten Menschen an diesem späten Abend: Decke ausbreiten, hinlegen und abwarten. Kollektives Raunen: Eine besonders helle Sternschnuppe ist zu sehen, ihr „Lichtschweif“ zeichnet sich deutlich vor dem nächtlichen Himmel ab.

Nicht nur die Bergkuppe ist bevölkert in dieser Nacht, für die die höchste Perseidenaktivität vorhergesagt wurde. Auch auf den Wiesenhängen unterhalb der Burg haben es sich viele Sternengucker auf Decken bequem gemacht. Und ganz oben auf der Burgmauer haben einige Sternenbeobachterinnen quasi den Premiumplatz eingenommen. Mit bester Aussicht auf den Nachthimmel, der sich mal klar und mal bewölkt präsentiert - und mit weitem Blick auf das nächtliche Umland.

Die Mitglieder des Marburger Vereins „Parallaxe und Sternzeit“, die Volkssternwarte Marburg sowie Astronomen der Uni Marburg luden zum Sternegucken auf den Frauenberg ein. Fürsorglich hatten sie den Pfad hoch zur Burgruine mit vielen kleinen LED-Lämpchen ausgestattet, so dass die Besucher sicher hoch auf den Berg kamen. Oben informierten die Organisatoren auf Wunsch über astronomischen Instrumente und Beobachtungsmethoden, brachten den Besuchern auf Nachfrage gern den nördlichen Sommernachthimmel näher.

von Carina Becker

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