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Das erste Gebäude entsteht mit Muskelkraft

Zeiteninsel Das erste Gebäude entsteht mit Muskelkraft

Wer am geplanten Zeiteninsel-Museumsgelände vorbeikommt, kann sich einen Eindruck verschaffen, wie es dort künftig aussehen könnte.

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In Handarbeit, ohne Maschinen, entsteht hier das Grubenhaus. Das Foto zeigt das Einsetzen des ersten Ständers für den Firstbalken.

Quelle: Manfred Schubert

Argenstein. Nach dem dritten Arbeitseinsatz, momentan sind alle zwei bis drei Wochen samstags freiwillige Helfer vor Ort, hat das erste Gebäude Form angenommen. Es handelt sich um ein kleines Grubenhaus mit einer Grundfläche von 3,30 mal 2,20 Metern. In diesem Nebengebäude des germanischen Wohngehöfts, welches später als Rekonstruktionsbau entstehen soll, will man eine Schmiede unterbringen.

Etwa 20 Helfer beteiligten sich an den Bau- sowie Pflegearbeiten auf dem Gelände. Um annähernd nachzuempfinden, wie unsere Vorfahren gearbeitet haben, wird auf den Einsatz von Maschinen verzichtet.

Vom Ausheben der 70 Zentimeter tiefen Grube bis zum Bohren von Zapfenlöchern in den Eichenstämmen wurde alles mit Muskelkraft erledigt. Dass das Werkzeug dem nicht immer gewachsen ist, zeigte sich an einem großen Handbohrer. Bereits das zweite Exemplar war dem von Hand erzeugten Drehmoment beim Durchbohren des Eichenholzes unterlegen und scherte oberhalb des Bohrergewindes ab. Ärgerlich für die Kasse des Fördervereins Zeiteninsel, da ein solcher Bohrer nicht ganz billig ist. Aber heute kann man das Werkzeug nachkaufen, die „echten“ Germanen mussten es selbst herstellen.

Das Neueste zur Zeiteninsel, auch Ankündigungen der Arbeitseinsätze, findet man im Internet-Blog unter zeiteninsel.blogspot.de.

von Manfred Schubert

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