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Das Freizeitangebot für Junge stimmt

Jugendarbeit Das Freizeitangebot für Junge stimmt

Aussterbende Vereine und unzureichende Freizeitangebote für Jugendliche und Kinder sind eigentlich typische Probleme kleiner Gemeinden. Umso erfreulicher ist die Entwicklung, die Jugendpfleger Marcus Ott für die Gemeinde Weimar skizzierte.

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Ein Beispiel der Jugendarbeit in der Gemeinde Weimar: Im vergangenen Jahr besuchten die Kinder der Ferienspiele im Sommer die Zeiteninsel in Argenstein.

Quelle: Gemeinde Weimar

Niederweimar. In der Sitzung des Sozialausschusses gab Ott einen sehr positiven Bericht zu seinem Arbeitsbereich ab. Die Jugendarbeit ist ein stetig wachsender Bestandteil der öffentlichen Aufgaben. Und das Interesse daran steigt.

Wo Ott seinen Bericht früher einfach schriftlich einreichte, gab es an diesem Abend ausreichend Raum für einen Vortrag. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie unsere Angebote aufgenommen und genutzt werden, die insgesamt acht Jugendräume werden regelmäßig besucht und auch gut in Schuss gehalten. Einen Rückgang verzeichnen wir lediglich bei unserem Internetcafé,“ so Ott. Die Erklärung ist naheliegend, in den elf Jahren, die es das Angebot jetzt gibt, hat ein schneller Netzanschluss in fast allen Privathaushalten Einzug gehalten.

Bauwagen zur Küche umgebaut

Auch bei den rund zehn mit Arbeitsauflagen bestraften Jugendlichen pro Jahr gab es laut Ott 2014 keine Probleme. Die gerichtlich angeordneten Stunden wurden laut Ott für die Aufarbeitung von Gemeindeeigentum genutzt. Darunter fallen etwa Teile der Schlafwagen des Vereins „Umweltpiraten“, der das Ziel verfolgt, Kinder und Jugendliche mit Freizeitangeboten in der Natur von Tastatur und Maus wegzulocken.

„Wir haben im vergangenen Jahr bei den Piraten einen neuen Küchenwagen zu unserem Sortiment hinzufügen können, den die Kinder größtenteils selbst gebaut haben,“ bemerkte Ott.

Als Basis dafür dienen für gewöhnlich alte Bauwagen, die von den Jugendlichen mit viel Arbeitsaufwand neu aufgebaut werden.

In den Bereich der Jugendpflege fallen aber auch vereinsunabhängige Freizeitfahrten, so gab es im vergangenen Jahr eine Freizeit für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren nach Spanien und eine Kinderfreizeit für 10- bis 14-Jährige in Cuxhaven. Auch die klassischen Ferienspiele mit der ganztägigen Betreuung und dem bunten Angebot aus Bastelaktionen und Informationsveranstaltungen, wie etwa einem Besuch der Zeiteninsel, sind in der Gemeinde gefragt. So sehr, dass es hier bereits zu Engpässen kommt.

Zusammenarbeit mit Fronhausen geplant

„Wenn wir derzeit überhaupt ein Problem haben, dann eigentlich nur, ausreichend Ressourcen für die Ferienspiele aufzutreiben, denn die Nachfrage ist riesig“, bemerkte Ott. Derzeit gibt es ganztägige Ferienbetreuung in den ersten Wochen für jede Ferienzeit, dabei reichen die Kapazitäten für rund 200 Kinder im Sommer, 80 in Oster- und Herbstferien und 40 im Winter.

„Wir haben mittlerweile vor allem im Frühling und Sommer schon lange Wartelisten, wobei auch viele Kinder aus Fronhausen gerne mitmachen würden, da sie das Angebot von ihren Mitschülern aus der gemeinsamen Grundschule kennen,“ stellte Ott fest und ergänzte: „Leider müssen wir denen derzeit eine Absage erteilen, da es schon für die hier gemeldeten Bewerber eng wird.“

Um die steigende Nachfrage in den Griff zu bekommen, setzt die Gemeinde auf eine Kooperation. „Wir streben hier eine Zusammenarbeit mit Fronhausen an um mehr Betreuer und Plätze gewinnen zu können. Dann sollte es möglich sein, alle Kinder unterzubringen,“ erklärte Bürgermeister Peter Eidam.

von Marcus Hergenhan

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