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Club und Holzhäuser Straße sind raus

Dorferneuerung Wittelsberg Club und Holzhäuser Straße sind raus

Mehr Bänke, Bäume und Blumen fürs Dorf, allerdings keine Umgestaltung von Holzhäuser Straße und Jugendclub. Der Arbeitskreis Dorferneuerung berichtete über den Fortgang aktueller Projekte in Wittelsberg.

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2018 will Wittelsberg das Ende seiner Dorferneuerung mit einem großen Fest feiern. Einige Projekte will der Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund bis dahin noch umsetzen.

Quelle: Nadine Weigel

Wittelsberg. Von der Entscheidung über die Gestaltung einer­ Sitzbank im Ort, bis zur Kritik über den unsachgemäßen Gebrauch einer teuren Kaffeemaschine im Grund-Treff reichte die Bandbreite einer der letzten Sitzungen des Arbeitskreises zur Dorferneuerung in Wittelsberg.

Arbeitskreisvorsitzender und Bürgermeister Andreas Schulz berichtete über bereits abgeschlossene Projekte wie die Runderneuerung des Wittelsberger Spielplatzes. Auch die Erweiterung des Feuerwehrhauses, welches mit viel Eigenleistung der Brandschützer am Ende 22000 Euro unter den veranschlagten Kosten geblieben war, sei vorbildlich. Die Feuerwehr selbst habe alle Anträge gestellt und direkt die Mittel des Landes ausgezahlt bekommen. Hierzu sei bürokratischer Sachverstand nötig gewesen, lobte Schulz den Vorstand der Wehr.

Zum Abschluss der Dorferneuerung seien noch zwei Projekte offen, wovon die Sanierung des Jugendclubs in der angedachten Form nicht umgesetzt wird. Man müsse schon 14000 Euro ausgeben, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, sagte Schulz. Bisher habe man bereits einiges getan, so dass so hohe Kosten gar nicht mehr anfallen würden, sagte er. Zudem würde die Gemeinde ein Gebäude aufwerten, welches sich nicht in eigenen, sondern im Besitz des Landkreises befände. „Wir werden den Jugendclub nicht vergessen, ihn aber außerhalb der Dorferneuerung mit einem neuen Anstrich versehen“, erläuterte Schulz.

In der Dorferneuerung soll noch ein Projekt zum Aufbau von mehr Grünanlagen in Wittelsberg umgesetzt werden. Zur Vorbereitung hatte Landschaftsarchitekt Walter Winter vom Planungs- und Kommunikationsbüro „Cognitio“ aus Niedenstein einige Entwürfe gefertigt, die er den rund 20 Personen der Planungsgruppe vorstellte. In der Eschbaumstraße sollen an zwei Standorten kleine Grünflächen entstehen und umgestaltet werden. Eine neue Bank wird aufgestellt, auf ausdrücklichen Wunsch der Anwesenden mit Lehne statt ohne. Die Kreuzung mit Einmündung der Moischter Straße ­erhält ­eine kleine Grünfläche, wobei die Straßenbreite im Wesentlichen erhalten bleiben soll. Diese stand bei dem geplanten Verkehrsteiler an der Ortseinfahrt aus Heskem kommend in der Diskussion. Die Landwirte meinten, dass die verbleibende Fahrbahnbreite von 3,5 Metern­ zu gering und für landwirtschaftliche Maschinen nur unzureichend zu befahren sei. Man einigte sich darauf, dass lediglich der Fahrstreifen in die Ortslage Wittelsberg durch neues Pflaster und Pflanzen eine Geschwindigkeitsberuhigung erhalten. Alle geplanten Vorhaben in der Holzhäuser Straße seien­ nicht zu realisieren, verkündete­ Bürgermeister Schulz. Die Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis habe ihr Veto eingelegt. Obwohl sich nicht alle im Saal damit abfinden wollten, sei dies nicht zu ändern.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe stimmten über die Verkehrsberuhigung am Backhaus ab - der Vorschlag, den Gehweg dort zu verbreitern, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Mit den verbleibenden Mitteln aus der Dorferneuerung könne­ man jetzt noch als Letztes die Sanierung der Moischter Mauer in Angriff nehmen. Dies müsse aber noch genauer untersucht werden, hieß es.

von Heinz-Dieter Henkel

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