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CDU setzt auf moderne Kommunikation

Digitales Rathaus CDU setzt auf moderne Kommunikation

Die Gemeinde Weimar hat baulich gesehen sicher ­eines der modernsten ­Rathäuser im Landkreis. Nun soll es auch im Inneren der modernen Zeit ­angepasst werden - so wünscht sich das jedenfalls die CDU-Fraktion.

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Räumlich ist im und rund um das Rathaus alles wohlsortiert. Nach Meinung der CDU soll das Rathaus auf der digitalen Schiene noch benutzerfreundlicher werden.

Quelle: Thorsten Richter

Weimar. Zuletzt hatte die CDU-Fraktion mit Anträgen zur Arbeitsweise der Gemeinde in der Gemeindevertretung großen Erfolg. Ihr Antrag auf Durchführung einer Organisationsuntersuchung mündete schließlich darin, dass sich die Gemeinde unter professioneller Anleitung unter anderem ein Leitbild erarbeitet und neue Organisationsstrukturen bildet.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jost Kisslinger will mit dem nächsten Schritt in die moderne Zeit keineswegs Menschen abschneiden, die diesen Schritt aus verschiedenen Gründen, aber meist doch aus Altersgründen, einfach nicht mehr mitgehen wollen. „Zu beachten ist, dass die bisherigen herkömmlichen Wege der Kommunikationsstrukturen beibehalten werden, um nicht die Bürgerinnen und Bürger auszugrenzen, die das Internet nicht nutzen“, stellt Kisslinger klar. Doch sei es nicht zu verkennen, dass die Zahl der Internetnutzer deutlich überwiegt und diese Menschen auch von ihrer Kommune entsprechende Angebote im Service-Bereich erwarten. „Viele Behördengänge können heutzutage per Internet abgewickelt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Informations- und Dienstangebote können so rund um die Uhr und unabhängig vom Ort genutzt werden“ sagt Kisslinger und erinnert in diesem Zusammenhang auch an den erfolgten Breitband­ausbau. „Gerade vor diesem Hintergrund, jetzt auch größere Datenmengen zügig übermitteln zu können, nimmt diese Art der Kommunikation einen immer größeren Stellenwert ein.“

Mehr Vernetzung mitden Nachbarkommunen

Jetzt soll natürlich nicht der Eindruck entstehen, die Gemeinde Weimar befände sich noch im Zeitalter der Schreibmaschine. Natürlich hat auch sie die Möglichkeiten des Internets erkannt und nicht zuletzt durch eine Neuorganisation ihres Internetauftritts gezeigt, dass sie Schritt halten will. Unter den Angeboten auf der Homepage befinden sich zum Beispiel auch Formulare, die man sich sonst erst einmal zuschicken lassen oder eben selbst abholen muss, beispielsweise, um einen Hund anzumelden oder der Gemeinde Einzugsermächtigungen zu erteilen. Eltern können bequem ihre Kinder über Anmeldeformulare auf der Seite der Weimarer Jugendpflege für die Ferienspiele anmelden und auch der Bauhof kann über diese Weise etwa per E-Mail kontaktiert werden, falls niemand ans Telefon gehen sollte. Man kann sich über den Bürgerbus informieren wie auch über das Freilichtmuseum Zeiteninsel bei Argenstein. Nun, all diese Dinge weiß die CDU natürlich auch.

Sie will nur noch einen Schritt weitergehen. So heißt es im Beschlussvorschlag, ein Konzept zur Digitalisierung des Rathauses zu erstellen, in die bereits vorhandene Angebote sicherlich leicht mit einfließen können. Der CDU geht es insbesondere darum, „die Möglich­keiten der modernen Kommunikation über das Internet und die verstärkte Einführung elektronischer Verwaltungsverfahren zu prüfen und gegebenenfalls deren Einführung vorzubereiten, wenn sich diese als wirtschaftlich sinnvoll herausstellen“. „Die Digitalisierung könnte zudem die Vernetzung mit Nachbarkommunen und anderen Behörden verbessern, was einen wichtigen Schritt im Hinblick auf eine interkommunale Zusammenarbeit bedeutet“, so Kisslinger.

Der Antrag wird während der nächsten Gemeindevertretersitzung behandelt, die am Donnerstag, 5. März ab 20 Uhr wie gewohnt im Ratssaal der Gemeindeverwaltung in Niederweimar stattfindet.

von Götz Schaub

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