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Nur Michael Esken tritt als ein Einzelkandidat an

Bürgermeisterwahl in Fronhausen Nur Michael Esken tritt als ein Einzelkandidat an

Wer gehört zu wem im Bürgermeisterwahl-Kampf in Fronhausen. Da kann man tatsächlich mal die Übersicht verlieren. Und eine ungenaue Bezeichnung kann schon zu großen Irritationen führen.

Fronhausen. Michael Esken, Peter Kelch, Claudia Schnabel und Werner Speier: einer von ihnen wird am 1. Januar 2016 Bürgermeister der Gemeinde Fronhausen sein. Deshalb ist es jetzt im Wahlkampf natürlich auch sehr wichtig, die politischen Hintergründe exakt zu benennen.

Ein von einer Partei oder einem Verein unterstützter Kandidat muss noch lange kein Kandidat der Partei beziehungsweise des Vereins sein. Moment, wie war das jetzt? Also, wir klären auf. Michael Esken wurde in der Montagsausgabe der OP einmal als Kandidat der „Bürger für Fronhausen“(BfF) bezeichnet. Das ist er aber nicht, schrieb BfF-Fraktionschef Steffen Weber der OP-Redaktion. Und ja, Recht hat er. Michael Esken ist ein Einzelkandidat, der deshalb auch eigens für seine Kandidatur Unterstützer-Unterschriften sammeln musste.

Die „Bürger für Fronhausen“, stellt Steffen Weber weiterhin klar, entschieden sich dafür, den Einzelkandidaten Esken zu unterstützen. „Damit bleibe ich aber weiterhin nur mir verantwortlich“, sagt Michael Esken gegenüber der OP. Er legt großen Wert darauf, in Fronhausen ein parteiloser Einzelkandidat zu sein, zumal er in Norddeutschland sich kommunalpolitisch auch mal für die SPD engagierte. Das ist kein Geheimnis, das ist unter anderem auch auf Eskens Internet-Seite zu finden. Echter SPD-Kandidat in Fronhausen ist hingegen Peter Kelch. Er wirbt auch ganz offiziell mit dem SPD-Logo. Anders verhält es sich bei Werner Speier. So moniert Steffen Weber, dass die OP Speier immer wieder als „parteilos“ bezeichne, er aber in Wahrheit der Kandidat der CDU sei.

Werner Speier will parteilos bleiben

Auch hier irrt Weber keineswegs. Speier ist persönlich parteilos und will dies auch im Falle eines Wahlsieges unbedingt bleiben. „Die Verwaltung ist für mich kein Teil der Parteienlandschaft“, sagt er.

Wohl macht er aber auch kein Geheimnis daraus, dass er der Wahlvorschlag der CDU ist, weil sich die CDU mit seinem Programm gut anfreunden konnte. Das ersparte Speier dann auch die Suche nach Unterstützer-Unterschriften, weil er eben ein Vorschlag einer Partei ist. „Ich habe mit der CDU aber im Vorfeld vereinbart, dass ich dennoch parteilos und mir persönlich verantwortlich bleibe“, führt Speier aus. Er versichert, allen Menschen, die er im Wahlkampf gesprochen hat, über diese Tatsache nicht in Unkenntnis gelassen zu haben.

"Initiative Frohnhausen" schickt Frau ins Rennen

Bleibt dann noch die einzige Frau - Claudia Schnabel. Sie ist der Vorschlag der „Initiative Fronhausen“, die sich kommunalpolitisch gesehen zunächst einmal aus vier Personen zusammensetzt, die aus der BfF-Fraktion in der laufenden Legislaturperiode ausgetreten sind, ihr Mandat aber behielten und eine neue Fraktion gründeten.

Die Initiative ist so gesehen keine klassische Partei, sondern wie die „Bürger für Fronhausen“ ein Zusammenschluss von Bürgern aus der Großgemeinde, die politisch dieselben Ziele verfolgen. So, damit wäre hoffentlich alles geklärt, wer zu wem gehört. Allerdings, und das macht eine Direktwahl so spannend, entscheiden nicht die Parteien und Vereinigungen, sondern die Wähler, wer letztendlich ins Rathaus einzieht. Und da darf frei gewählt werden. Dafür ist es letztendlich eine Persönlichkeitswahl.

Und wer die vier Persönlichkeiten in geballter Form mal sehen, hören und vergleichen will, kann dies am Montag, 14. September, ab 19.30 Uhr als Gast des OP-Wahlforums im Bürgerhaus Fronhausen tun.

Und wir von der Zeitung werden jeden Kandidaten so bezeichnen, wie er es haben möchte. Und deshalb wird neben Esken auch Speier als parteilos benannt. Er wirbt eben nicht mit dem CDU-Logo, auch wenn er der Kandidat der CDU-Fronhausen ist, wie wir ja wissen.

In diesem Sinne soll nichts verborgen werden, und niemand einer Gruppierung zugeordnet werden, mit der er keine aktiven Verträge hat.

von Götz Schaub

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