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Bürgermeister will jetzt Taten sehen

Marode Radwegbrücke Bürgermeister will jetzt Taten sehen

Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber beginnt das Jahr 2015 elanvoll und packt gleich mal ein heißes Eisen an, das er jetzt mit dem Landkreis im Sinne der Bürger rund um Sichertshausen abkühlen möchte.

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Die Radwegbrücke an der Bellnhäuser Mühle bei Sichertshausen ist seit Frühjahr 2013 gesperrt. Neben Radfahrern müssen auch Fußgänger, die zwischen Sichertshausen und Bellnhausen unterwegs sind, auf die Straße ausweichen.

Quelle: Götz Schaub

Sichertshausen. Da müssen wir jetzt alle durch - ja, in diesem Artikel geht es einmal mehr um eine kleine Brücke, bedeutend für eine sichere fußläufige Verbindung zwischen Bellnhausen und Sichertshausen sowie bedeutend für den überregionalen Radwegeverkehr. Die Brücke muss erneuert werden. So sehen das wenigstens die Menschen in Sichertshausen und Bellnhausen und auch Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber. Und ganz sicher auch zahlreiche nicht aus der Gemeinde Fronhausen kommende Nutzer des Radweges. Knapp zwei Jahre ist sie nun aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil das verbaute Holz marode geworden ist. Seither müssen Fußgänger und Radfahrer auf die parallel verlaufende Zubringerstraße nach Sichertshausen ausweichen. Passiert ist in den beiden Jahren nichts. Aber es gibt genügend Leute, die von gefährlichen Situationen berichten können. Da muss man nur mal ein paar Sichertshäuser Bürger wie etwa Ortsvorsteher Reinhard Lauer oder den SPD-Fraktionschef im Fronhäuser Parlament Günter Majewski ansprechen.

Reinhold Weber will jetzt als Fronhäuser Bürgermeister Druck machen, dass dieses Problem bald der Vergangenheit angehört. Auf der Homepage der Gemeinde lässt er verlautbaren, dass für den heutigen Donnerstag ein Gespräch mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow (CDU) angesetzt ist. Dessen Vorgänger, Dr. Karsten McGovern (Bündnis 90/Die Grünen) habe noch unter der Ära von Landrat Robert Fischbach bei einem Ortstermin nach Sperrung der Brücke versprochen, etwas zu unternehmen, sagt Reinhold Weber. Und dann wird er deutlich: „Als die Fronhäuser Kreistagsabgeordneten im Rathaus kundtaten, dass im Haushalt 2014 des Kreises für unsere Radbrücke ausreichende Mittel bereitgestellt seien, kam so etwas wie Hoffnung auf. Die Enttäuschung folgte auf dem Fuße. Karsten McGovern ist Geschichte, und so erklärte der neue Stellvertreter der Landrätin, Marian Zachow, dass das Geld lediglich für den Rückbau der Brücke vorgesehen sei. Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Linke nicht weiß, was die Rechte tut.“ Nun will sich Weber direkt informieren und Zachow auch ganz direkt zum Handeln auffordern. Günter Majewski unterstützt Weber vollends: „Der Bürgermeister bleibt mit Nachdruck am Ball. In dieser Sache stehe ich voll und ganz hinter ihm. Es ist richtig, was er jetzt tut.“

Der Kreis sieht sich nicht wirklich in der Pflicht

Nach Anfrage der OP im Herbst vergangenen Jahres hieß es aus dem Kreishaus, man arbeite an einer Lösung, obgleich der Erhalt der Brücke, die nur als Provisorium gedacht gewesen sei, von Seiten des Kreises schon beim Bau nie versprochen worden sei. Nichtsdestoweniger wolle man mit der Gemeinde Fronhausen jetzt einen Weg finden, wie man sie einvernehmlich wieder in Stand setzen könne. Neben den 2014 eingestellten Abrisskosten sei für einen Ersatzbau mit zusätzlichen 65.000 Euro zu kalkulieren, führt Weber aus.

Der Kreis sieht sich nicht wirklich in der Pflicht. Entgegenkommend wolle man aber schon sein. Was das wohl heißt? Weber wurde offenbar mitgeteilt, dass sich die Gemeinde Fronhausen zu einem erheblichen Teil an diesen Baukosten beteiligen soll. Der Fronhäuser Bürgermeister sieht das anders. Er stellte im Herbst ebenfalls in einem Gespräch mit der OP in Aussicht, dass sich der Bauhof der Gemeinde mit Gerätschaften in einem gewissen Ausmaß an den Arbeiten beteiligen könne. Geld hingegen könne es nicht geben, weil die Brücke gar nicht der Gemeinde gehöre. Weber dazu weiter: „In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, weshalb der Kreis, der seine Brücke nicht ordnungsgemäß pflegte, noch nicht einmal eine Baugenehmigung dafür vorweisen kann. Nicht auszudenken, wenn auf diesem Schwarzbau ein Unfall mit Verletzten geschehen wäre.“

Weber schreibt: „Es wird Zeit, dass Herr Zachow einsieht, dass den Bürgerinnen und Bürgern endlich mal wieder etwas zurückgegeben werden muss. Die Zeit der netten Worte ist vorbei, ich erwarte Handeln.“

von Götz Schaub

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