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Bürgermeister setzt auf die besten Ideen

Aus dem Parlament Bürgermeister setzt auf die besten Ideen

Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung im Ebsdorfergrund stand im Zeichen der Ernennungen und Vereidigungen: Bürgermeister und Gemeindevorstand wurden in ihre Ämter eingeführt.

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Frisch ernannt und vereidigt: der wiedergewählte Bürgermeister Andreas Schulz (Vierter von links), die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton (Zweite von links) und der Gemeindevorstand Konrad Braun (von links), Horst Gombert, Wilfried Schäfer, Heinrich Rabenau, Peter Debelius, Rudolf Claar und Heinrich Fritz-Emmerich.

Quelle: Patricia Grähling

Dreihausen. „Wir stehen in der Gemeinde heute gut da, weil wir in der Vergangenheit alle gemeinsam an einem Ende des Stranges gezogen haben“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz zu Beginn der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Ein solches Miteinander wünsche er sich auch mit den neuen Gemeindevertretern und Gemeindevorständen für die anstehenden Aufgaben. „Es sollte keine Frontenbildung geben. Vielmehr sollten wir uns gemeinsam über die besten Ideen für die Gemeinde Gedanken machen“, warb der frisch wiedergewählte Rathauschef.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Wilfried Eucker, vereidigte daraufhin die Mitglieder des Gemeindevorstands und ernannte sie zu ehrenamtlichen Beigeordneten. Elisabeth Newton wurde dabei wieder zur Ersten Beigeordneten ernannt. Für weitere sechs Jahre zum Bürgermeister ernannt und vereidigt wurde außerdem Bürgermeister Andreas Schulz. „Wir sind sehr stolz, dass du mit einem so tollen Ergebnis wiedergewählt wurdest“, sagte Newton. Schulz versprach, weiterhin mit ganzer Kraft für die Gemeinde da sein zu wollen.

Aus dem Gemeindevorstand schieden Marli Michanikl und Hubertus Niemann aus. Schulz fand lobende Worte und bedankte sich unter Applaus der Gemeindevertreter für deren ehrenamtliches Wirken in der Gemeindepolitik. Außerdem ernannte Schulz vier langjährige Mandatsträger zu Gemeindeältesten. Diese Auszeichnung bekam Ludwig Bender, der seit 1981 in der Gemeindevertretung saß und seit 1997 stellvertretender Wildschadenschätzer ist. „Er ist ein hervorragender Finanzpolitiker“, lobte Schulz den CDU-Mann.

Heinrich Hoß war ebenfalls viele Amtszeiten lang im Gemeindeparlament, saß zwischendurch im Gemeindevorstand und war Ortslandwirt. „Er war immer ein kritischer Geist“, lobte der Bürgermeister.

Penny und Rossmann wollen nach Dreihausen

Ebenfalls zum Gemeindeältesten wurde Heinrich Rink ernannt, der seit 1981 in der Gemeindevertretung saß und ebenfalls Ortslandwirt ist. „Er ist kein Laut-Sprecher, aber er war in fast jeder Sitzung dabei“, sagte Schulz. Bruno Weimer ging ebenfalls in den politischen Ruhestand. Er war seit 1993 Ortsvorsteher in Heskem-Mölln, saß zuvor schon im Ortsbeirat. Er wird auf Beschluss der Gemeindevertretung auch zum Ehrenortsvorsteher ernannt. „Du hast dich so lange für die Ortsumgehung von Heskem eingesetzt“, sagte Schulz. Daher freue er sich, dass Weimer mit dem Spatenstich am 1. Juli die Früchte seiner Arbeit habe ernten können.

Auf Anfrage der ÜBE/FWG erklärte Schulz, dass der Discounter Penny und die Drogeriekette Rossmann Interesse an einer Ansiedlung in der Gemeinde hätten. Derzeit liefen daher Grundstückskaufverhandlungen. Für das derzeit geschlossene Bürgerbüro in Wittelsberg gebe es noch keine Lösung. „Es bleibt bis nach der Sommerpause geschlossen und wir werden weiter Gespräche führen“, so der Bürgermeister. Normalerweise übernehme in der Gemeinde der Ortsvorsteher auch das Bürgerbüro.

Plan für das Bürgerbüro soll neu diskutiert werden

Durch den plötzlichen Tod des bisherigen Wittelsberger Ortsvorstehers Gotthard Seim sei dort nun Not entstanden: Jörg Habiuk hat zwar das Amt des Ortsvorstehers übernommen, könne das Bürgerbüro zeitlich aber nicht auch noch leiten. Diskussion gab es um den Winterdienstplan der Gemeinde. Die ÜBE/FWG stellte den Antrag, den Plan in den Ortsbeiräten neu zu diskutieren. Außerdem solle geprüft werden, ob die Höinger Straße und die Große Gasse in Rauischholzhausen in den Plan aufgenommen werden könnten.

Hintergrund waren Notfälle im Winter, bei denen die Rettungswagen wegen Glatteis nicht bis zu den Patienten fahren konnten. Schulz kritisierte den Antrag: „Dass der Rettungswagen nicht durchkam, hatte nichts mit dem Winterdienstplan zu tun“, sagte er. Vielmehr sei die Streuvorrichtung blockiert gewesen. So sei der Fahrer zwar in Rauischholzhausen gefahren, habe aber unbemerkt nicht gestreut. Zudem sei der Winterdienstplan gemeinsam mit den Ortsbeiräten erstellt worden, die jederzeit Wünsche dazu äußern könnten.

Bei der anschließenden Abstimmung – auf Wunsch der ÜBE/FWG namentlich protokolliert – stimmte die Mehrzahl gegen die Diskussion des Plans. Die Vertreter stimmten aber dafür, dass die Aufnahme der beiden Straßen in den Winterdienstplan geprüft werden solle.

von Patricia Grähling

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