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Bürgerhilfe soll jetzt in allen Ortsteilen ankommen

Älter werden in Weimar Bürgerhilfe soll jetzt in allen Ortsteilen ankommen

Entsprechend des Leitgedankens „Generationenübergreifend unser Zusammenleben in Weimar gestalten“ geht der Förderverein für Bürgerhilfe Weimar jetzt mit seinem Anliegen in die Fläche.

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Susanne Veits Arbeitsplatz ist direkt im Rathaus. Bürgermeister Peter Eidam (von links), Rita Rohrbach (Gemeinde), Claudia Schmidt (Bürgerhilfeverein) und Uwe Sauer (Gemeinde und Bürgerhilfeverein) wünschen ihr viel Erfolg.

Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. Die Ausgangsposition könnte besser nicht sein. Warum? Weil es zunächst einen Verein gibt, der schon viele Vorarbeiten geleistet hat und von Wolfshausen aus nun sein Angebot auf ganz Weimar ausbreiten möchte, und dann eine Gemeindeverwaltung, deren Mitarbeiter sich nicht nur kooperativ, sondern entschlossen zeigen, das Projekt „Älter werden in der Gemeinde Weimar“ mit Leben zu füllen. Und: Es gibt in Person von Susanne Veit jemanden, der das alles professionell zusammenführt, um daraus eine klare Marschroute für die nächsten Wochen, Monate und Jahre zu formen. Weimars Bürgermeister Peter Eidam freut sich: „ Wir sind im Bereich der Jugendarbeit sehr gut aufgestellt, jetzt bauen wir auch etwas für unsere älteren Mitbürger auf. Der demografische Wandel greift und wenn wir jetzt nicht handeln, sind wir in 15 Jahren vom Leben überholt worden.“ Er ist sich sicher, dass die Gemeinde mit dem Verein und Susanne Veit die richtigen Antworten finden wird, damit das nicht passiert. „Wir sind keine Konkurrenz zu Pflegediensten“, stellt Susanne Veit fest. Das ist ihr sehr wichtig.

„Aber wir können die Zeit bieten, die die betroffenen Menschen an mehr brauchen“, ergänzt Claudia Schmidt vom Förderverein Bürgerhilfe. Generell geht es um sehr unterschiedliche Hilfe, die über Freiwillige aus der Gemeinde angeboten werden soll. Besuche bei alleinstehenden Menschen machen, Unterstützung bei technischen Problemen oder Alltagshilfen wie Babysitten sind nur drei Beispiele.

Jeder Freiwillige kann seine Qualifikationen, Berufserfahrungen, Hobbys und Interessen einbringen. Wer sich entscheidet, Mitmenschen zu helfen, soll aber auch das nötige Rüstzeug mit auf den Weg bekommen. Nach den Sommerferien, im September soll eine erste Schulung stattfinden. Diese ist kostenfrei und umfasst 44 Unterrichtseinheiten von je 45 Minuten. Dabei sollen pflegerische und hauswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt werden, um beispielsweise auch zu wissen, wie man mit an Demenz erkrankten Menschen am besten umgeht. Des Weiteren geht es um die Themen Erste Hilfe, Ernährung und Berührung von älteren pflegebedürftigen Menschen. „Niemand verpflichtet sich zu etwas, was er am Ende nicht kann oder will“, sagt Susanne Veit. Aber eine gewisse Verlässlichkeit sei schon von Vorteil.

Die Koordinatorin, die selbst seit 1972 in der Gemeinde wohnt, lädt zunächst einmal alle interessierten Menschen zu einem unverbindlichen Informationsabend am Mittwoch, 10. Juni, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Niederweimar ein.

Bei Fragen und Anmeldungen zur Schulung ist Susanne Veit von Montag bis Freitag zwischen 9.30 und 13 Uhr persönlich in ihrem Büro 302 im Weimarer Rathaus sowie unter Telefon 06421/974042 erreichbar. E-Mail: veit@foerderverein-weimar.de

von Götz Schaub

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