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Bürger verärgert über Löcher und Lärm

Straßenbau Bürger verärgert über Löcher und Lärm

Gemeinde und Ortsbeirat fordern seit Jahren vom Land, die Ortsdurchfahrt von Ebsdorf zu sanieren. Mittlerweile wurde ein Gehweg gesperrt. Auf eine Antwort, wann die Straße gemacht wird, wartet die Gemeinde noch immer.

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Die L 3089 durch Ebsdorf weist viele Löcher und Risse auf, ein Gehweg musste gesperrt werden, weil der Unterbau ihn beschädigt. Das ärgert Gemeinde und Ortsbeirat.Fotos: Grähling

Quelle: Patricia Graehling

Ebsdorf. Kleine Löcher und lange Risse im Asphalt, überall geflickte Stellen, aus denen immer wieder der Teer herausbricht und scheppernde Geräusche, wenn Autos darüber fahren: Die Ortsdurchfahrt von Ebsdorf ist für die Bürger schon seit vielen Jahren ein Ärgernis, fasst Ortsvorsteher Mario Luther zusammen. „Die L3089 ist einfach in einem schlechten Zustand. Nicht nur im Ort, sondern auf der ganzen Strecke bis Leidenhofen“, kritisiert er. Die Lärmbelästigung für die Anwohner sei mittlerweile gravierend - dennoch mache das Land bislang nur Flickwerk, statt die Straße grundlegend zu sanieren. „Das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes.“

Luthers Amtsvorgänger Walter Kaiser kennt das Problem. Auch er habe sich als Ortsvorsteher oft mit dem Problem befasst. „Vor zwei Jahren war das Widerlager an der Brücke kaputt und hat stark gescheppert. Das wurde dann einfach ausgebaut und zugeteert“, erklärt er. „Das ist ja auch nicht Sinn der Sache.“ Die Arbeiter hätten ihm damals erklärt, dass diese provisorische Lösung ausreiche, bis ein Jahr später die Straße gemacht werde. „Tja, aber in welchem Jahr wird sich was tun?“, fragt er.

Mittlerweile musste die Gemeinde laut Bürgermeister Andreas Schulz einen Teil des Gehweges an der Zwester-Ohm sperren. Zwei Unfälle habe es dort schon gegeben, denn die Wurzeln der Bäume drücken das Pflaster hoch und der Unterbau der Straße drücke auf den Gehweg, rutsche Richtung Bach seitlich ab. „Wir möchten die Gehwege sanieren. Aber das macht nur im Zusammenhang mit einer Sanierung der Straße Sinn“, sagt Schulz. „Es wäre doch ein Schildbürgerstreich, wenn wir jetzt die Gehwege bezahlen und dann werden sie irgendwann bei Straßenbauarbeiten wieder kaputtgemacht.“ Zudem halte der Unterbau dem heutigen Schwerlastverkehr nicht mehr stand.

Auf die gravierenden Schäden weisen Dorf und Gemeinde laut Schulz seit zehn Jahren hin. Nach Ortsterminen werde dann immer mal wieder eine Stelle geflickt. „Damit verhindert das Land auch unsere Arbeiten, mit denen wir das Dorf verschönern wollen.“ Denn die Gemeinde wolle alle Gehwege entlang der Straße pflastern, die noch asphaltiert sind. „In diesem Bereich sind die Geschäfte und das Bürgerhaus. Hier muss dringend was gemacht werden.“ Eine Antwort auf den jüngsten Beschwerdebrief habe die Gemeinde gar nicht mehr bekommen, sagt der Bürgermeister.

von Patricia Grähling

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