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Bühne steht im Zentrum des „Musik(er)garten“

Planungen abgeschlossen Bühne steht im Zentrum des „Musik(er)garten“

Ein Spielplatz für Kinder, eine Bühne mit Vorplatz, viel Grünfläche und Sitzmöglichkeiten: Das alles sieht der neue Entwurf zum Mehrgenerationenplatz in Ebsdorf vor.

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Eine Planskizze vom „Musik(er)garten“ Ebsdorf nach dem Stand vom 1. Juni 2016.

Quelle: Skizze: Planungsbüro Cognitio

Ebsdorf. Alle anwesenden Bürger gaben der vorliegenden Planung zum „Musik(er)garten“ nach abschließender Beratung ihre Zustimmung. Ein wenig konnte man Bürgermeister Andreas Schulz die Enttäuschung über den eher mäßigen Besuch der Einheimischen anmerken, sprach er doch davon, dass Ebsdorf weit mehr Einwohner als die anwesenden 20 hätte.

Bisher war die Bürgerbeteiligung an den Planungen zum so genannten „Musik(er)garten“ rund um das bestehende Bürgerhaus überaus groß gewesen. In mehreren Sitzungen der Steuerungsgruppe hatten die Ebsdorfer mit den Planern Lutz Schmithausen und Walter Winter vom Planungsbüro „Cognitio“ großes Engagement gezeigt und viele konstruktive Vorschläge eingebracht. Das in der Ortsmitte gelegene Gelände sollte einen Kleinkindspielbereich, Sitzgelegenheiten, Fahrradstellplätze, eine Boulebahn, eingebaute Klangelemente, eine begehbare Terrasse entlang der „Zwester Ohm“, mehrere Skulpturen auf der gegenüber liegenden Bachseite sowie als zentrales Element eine Bühne für Veranstaltungen enthalten.

Zwester-Ohm-Terrasse aus Planungen gestrichen

Die ursprüngliche Idee, den Multifunktionsplatz über EU-Mittel aus dem Leader-Programm „Marburger Land“ fördern zu lassen, scheiterte daran, dass ein Projekt aus dem Gemeindeteil Rosberg in 2015 den Vorzug bekam. Eine zwischenzeitliche Umorientierung, das Projekt auf die stolze Summe von 1,5 Millionen Euro auszuweiten und mit Bundesmitteln fördern zu lassen, scheiterte.

Jetzt liegt die neueste Planung vor, die den Bedenken der Wasserwirtschaftlern Rechnung trägt und die Zwester-Ohm-Terrasse ersatzlos entfernte. Auch die Skulpturengruppe wurde aus den Planungen gestrichen. Es bleibt eine Treppe als Einbindung des nahen Gewässers, welches seit dem Jahre 2000 als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat)ausgewiesen ist.

Gerne hätten die Ebsdorfer noch eine behindertengerechte Toilette in das Dorfgemeinschaftshaus eingebaut, doch Gemeindechef Schulz konnte die Bürger davon überzeugen, dass dies ein Wegfall der Förderung aus dem EU-Programm bedeuten würde. Zudem sei der immense finanzielle Aufwand im Verhältnis zum Ertrag den gemeindlichen Gremien nicht vermittelbar. Die Idee, in das nahe gelegene ehemalige Gefrierhaus eine solche Toilette einzubauen, wolle man im Hinterkopf behalten.

„Musik(er)garten" in Ebsdorf kostet 422.000 Euro

Schulz berichtete über weitere geplante finanzielle Investitionen in Ebsdorf, wie dem Ankauf eines Grundstücks für 68.000 Euro zum Bau neuer ortsnaher Parkplätze, der Renovierung der Toilettenanlage im Dorfgemeinschaftshaus (DGH), dem Einbau eines Rückstauventils in das DGH, einem WLAN-Hotspot im „Garten“-Gelände sowie die Renovierung des Vordachs im DGH-Eingangsbereich.

Das zusammen würde die Summe für den „Musik(er)garten“, der insgesamt mit 422.000 Euro beziffert wurde, wovon die Gemeinde rund 220.000 Euro tragen muss, noch einmal um rund 200.000 Euro aufstocken.
Nachdem Rathauschef Schulz die Realisierung des Projekts „Musik(er)garten“ auf mehr als 90 Prozent einstufte, ließen sich die Anwesenden überzeugen und stimmten dem mehrheitlich zu.

von Heinz-Dieter Henkel

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