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Brenzlige Enge bei der Feuerwehr

Landrätin besucht Fronhausen Brenzlige Enge bei der Feuerwehr

Um mit der Bürgermeisterin Claudia Schnabel ins Gespräch zu kommen und Fronhausen besser kennenzulernen, besuchte Landrätin Kirsten Fründt am Mittwoch die Gemeinde im Süden des Kreises.

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Scheune statt Fahrzeughalle: Bis es in Bellnhausen eine neue Feuerwache gibt, muss improvisiert werden. Bürgermeisterin Claudia Schnabel (links) erläuterte Landrätin Kirsten Fründt die örtliche Situation.

Quelle: Carina Becker-Werner

Bellnhausen. Ganz schön eng ist es bei der Feuerwehr in Bellnhausen. Das eigentliche Gerätehaus bietet gerade einmal genug Platz fürs Tragkraftspritzenfahrzeug, in dem maximal sechs Personen sitzen können. Für den großen Gerätewagen reicht der Raum im Feuerwehrhaus nicht aus, nebenan haben die Brandschützer eine Scheune zur Unterstellung angemietet. Dort parkt der Feuerwehrlastwagen nun zwischen alten Holzbalken und landwirtschaftlichen Geräten. Alles andere als eine ideale Lösung, da waren sich Feuerwehrleute sowie Vertreter der Gemeinde Fronhausen und des Landkreises am Dienstag einig.

Deshalb wird in Fronhausen auch schon seit zwölf Jahren über eine neue Lösung für die Feuerwehren diskutiert, wie Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel erklärte. Für Bellnhausen mit seiner zentralen Lage und die Nachbardörfer Fronhausen und Oberwalgern könnte eine neu zu errichtende Feuerwache die Lösung sein – wenn einmal genug Geld von Land und Gemeinde zur Verfügung stehen. Und dann wünscht die Feuerwehr sich auch noch einen Ersatz für den inzwischen 30 Jahre alten Bellnhäuser Gerätewagen. Dafür könne man leicht mit Kosten von 500.000 Euro rechnen, sagt Schnabel.

Bei den Gemeindebesuchen der Landrätin in den kreiszugehörigen Kommunen geht es um solche örtlichen Besonderheiten und Zukunftspläne wie bei der Fronhäuser Feuerwehr. Als Geldgeber ist der Landkreis in diesem Falle nicht mit im Boot, aber beispielsweise bei der Grundschulbetreuung. Ebenfalls ein aktuelles Thema in Fronhausen, wie die Bürgermeisterin der Landrätin berichtete.

Standortfaktor: Angebote für Kinder und Familien

Aktuell stehen 85 Plätze in der Grundschulbetreuung zur Verfügung, „wir könnten aber locker 120 gebrauchen“, sagte Claudia Schnabel. „Viele Eltern sind berufstätig und die Betreuung durch die Großeltern einfach nicht mehr so gegeben wie früher.“ Die Einrichtung weiterer Betreuungsplätze für den Nachmittag scheitere dabei nicht an der Finanzierung durch den Landkreis, der zuständige Fachdienst habe bereits Zustimmung signalisiert, erklärte Schnabel. „Es hängt eher an der Schule, die weitere Räume bereitstellen müsste.“ Fründt bot ein gemeinsames Gespräch mit Gemeinde, Kreis und Schule an, um zu besprechen, wie die Grundschulbetreuung in Fronhausen ausgeweitet werden kann.  

Landrätin und Bürgermeisterin waren sich einig, dass Nachmittagsbetreuung für die Grundschulkinder und Kindergartenplätze für Kleinkinder ein entscheidender Faktor für gemeindliches Wachstum und Zuzug sind. Binnen zwei Jahren habe der Kreis sein Angebot in der Grundschulbetreuung von 1000 Plätzen auf 2 000 verdoppelt – und der Kreis wolle weiter auf den steigenden Bedarf reagieren, sagte Fründt. Angebote für Familien, weiterführende Schulen und auch eine internationale Schule im Landkreis würden benötigt, um den ortsansässigen Firmen, die auf dem Weltmarkt operieren und Fachkräfte aus dem Ausland anwerben wollen, ein attraktives Umfeld zu bieten. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin war sie zuvor bei der Firma Schneider Optikmaschinenbau in Fronhausen zu Gast, wo es auch um solche Standortfaktoren ging. „Fachkräfte ziehen dorthin, wo sie für sich und ihre Familien gute Bedingungen vorfinden“, so Fründt. Während der Kreis am Ausbau der Grundschulbetreuung arbeitet, legt die Gemeinde bei der Kleinkinderbetreuung nach, baut eine neue Kinderkrippe in Bellnhausen.

von Carina Becker-Werner

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