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Bogenschießen und die Rettung einer Spitzmaus

Ferienspaß auf der Zeiteninsel Bogenschießen und die Rettung einer Spitzmaus

Für drei Tage reist eine Gruppe Ferienkinder rund 2000 Jahre zurück in die römische Kaiserzeit. Bogenschießen, Kräuter sammeln und das zubereiten eines Hasen sind dabei nur einige Highlights.

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Unter Anleitung von der gewandeten Astrid Textor (rechts) schneiden die Kinder das Gemüse für die selbergemachte Suppe aus römischen Kaiserzeit.

Quelle: Verena Pophanken

Argenstein. Die erste Kooperation zwischen der Gemeinde Weimar und dem Förderverein Zeiteninsel siedelt während der Ferienspiele kleine Gruppen auf die Zeiteninsel aus. Bogenschießen, Kräuter sammeln, Suppe wie zur römischen Kaiserzeit und eine Maus, die vor dem Feuertod gerettet wurde, sind nur einige spannende Erlebnisse der Jungs und Mädchen auf der Zeiteninsel.

Gemeinsam mit Chris Pallasch und Astrid Textor vom Förderverein Zeiteninsel kochen die Kinder eine deftige Suppe, wie zu Zeiten der Römer. Dabei wurde zuvor das Gelände auf essbare Kräuter untersucht. Nur wenige Kinder wissen, dass nicht nur der Supermarkt um die Ecke Lebensmittel und Nahrung zu bieten hat.

Claus Meiritz, Projektleiter der Zeiteninsel, möchte die Sinne von Kindern und Erwachsenen mit dem Konzept der Zeiteninsel für ihre Umgebung schärfen. „Mit der Auslagerung kleiner Ferienspielgruppen der Gemeinde Weimar auf die Zeiteninsel, befinden wir uns in einer Testphase“, erklärt Meiritz. „Die Kinder sollen lernen, dass nicht alles wie selbstverständlich aus dem Supermarkt kommt.“

Die Kinder nehmen dieses Konzept voller Begeisterung auf. Sie helfen beim Zubereiten des Essens. Gemeinsam mit der gewandeten Helferin Astrid Textor zerkleinern die Kinder das Gemüse, um es in einem irdenen Topf am Rande des Feuers zu erwärmen. Unterdessen erklärt Chris Pallasch einigen der Jungs, dass er das Feuer langsam in Gang bringen muss, da sonst die Tontöpfe zerspringen.

„Um die Flamme größer werden zu lassen, musst du den Glutherd anpusten. Stell dir vor du willst pfeifen oder die Luft durch einen Strohalm blasen. Damit kannst du das Feuer anfachen“, erklärt Pallasch den drei Jungs Leon, Jonas und Jona. Bereits am Vortag lernten die Kinder wie sie aus Steinen und Knochen Werkzeuge herstellen können.

„Wir haben mit dem Bogen geschossen und Steine geschliffen“, erzählt Max, ein Junge aus der Feriengruppe. „Und wir haben gestern geangelt und Anglertricks gelernt“, fügt Jonas, aus der selben Gruppe, hinzu. Als sich plötzlich eine kleine Spitzmaus ans Feuer verirrt, sind die Erlebnisse des Vortages uninteressant. Gemeinsam versuchen die Kinder mit ihren Betreuern die Maus vor dem Flammentod zu retten. Das bewirkt jedoch nur das Gegenteil, da die Kinder der kleinen Maus den Fluchtweg versperren. Einige der Jungs machen schließlich einen Fluchtweg frei, den die Spitzmaus allerdings zu ignorieren scheint. Sie flüchtet stattdessen in ein Erdloch nahe des Holzpfostens des Feuerstellendaches. Hauptsache gerettet.

Pallasch filetiert unterdessen den Hasen, der später in die Suppe kommen soll. Von dem Aufruhr mit der Spitzmaus scheint er nichts mitbekommen zu haben. Um die Suppe etwas würziger zu machen, sammelten die Kinder wilden Meerrettich und Brunnenkresse, die auf dem Gelände der Zeiteninsel wachsen.

von Verena Pophanken

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