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„Bin für Bürger immer ansprechbar“

Bürgermeisterwahl „Bin für Bürger immer ansprechbar“

Vor sechs Jahren trat Peter Eidam als parteiloser Kandidat zur Bürgermeisterdirektwahl an. Gestützt von drei Parteien gewann er gegen den damaligen Bürgermeister Volker Muth (SPD). Jetzt ist Peter Eidam Alleinkandidat.

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Peter Eidam möchte sehr gerne in eine zweite Amtszeit als Bürgermeister gehen. Dazu muss er von den wahlberechtigten Bürgern am 3. Juli durch Wahl „beauftragt“ werden.

Quelle: Archiv

Weimar. Alleinkandidat bei einer Bürgermeisterdirektwahl zu sein, ist schon ein bisschen langweilig. Für den Kandidaten. Für die Wähler ist das auch nicht so spannend wie etwa ein Zwei-, Drei-, Vier- oder gar Fünfkampf.Zweikämpfe gab es zweimal – Karl Krantz gegen Michael Pfeffer 1998 und Volker Muth gegen Peter Eidam 2010. 2004 gab es richtig viel Alarm während des Bürgermeisterwahlkampfes. Da waren es mit Volker Muth, Alexander Steiß, Hans-Jakob Heuser und Jens Schneider vier Kandidaten – der bisherige Rekord in Weimar.

Jetzt also erstmals nur einer, und zwar der Amtsinhaber. „Ich sehe darin nach den sechs Jahren schon eine Art Wertschätzung“, sagt Eidam. Dass weder Einzelpersonen noch parteigestützte Personen ihren Hut in den Ring warfen, führt Eidam auf die Aufbruchstimmung zurück, nach der die Parteien mit ihren Fraktionen sehr darum bemüht sind, die Entwicklung, wenn auch nicht immer einstimmig, doch dann im vernünftigen Konsens gemeinsam voranzubringen.

Offener Austausch statt Streitkultur

Peter Eidam gefällt diese Herangehensweise sehr und er stellt sich dafür auch gerne im Amt des Bürgermeisters in hauptamtlicher Verantwortung zur Verfügung. „Streitkultur muss sein, aber bitte immer oberhalb der Gürtellinie und damit auch, auf die Themen bezogen, zielführend“, so Eidam.

Schon seit einiger Zeit, also auch schon vor der Kommunalwahl, haben sich die Fraktionen zusammen mit der Verwaltung auf den Weg gemacht, die Themen gemeinsam anzugehen – in einem offenen Austausch. „Das hat uns alle näher zusammengeführt. Wir hatten aktuell wieder einen Workshop mit guten Ergebnissen.“ Es ist das verlässliche Miteinander, das dabei im Vordergrund steht.

Eidam ist eine gute Wahlbeteiligung wichtig

Natürlich weiß Eidam, dass er als Bürgermeister schon eine besondere Rolle spielt und die Dinge letztendlich in die Umsetzung bringen muss. „Dafür brauche ich aber keine eigene Schlagzeile“, sagt er. Deshalb hat er auch seinen Wahlkampf komplett umorganisiert. „Klar habe ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht, wie mein Wahlkampf aussehen muss, wenn es Mitbewerber gibt.“ Aber jetzt will er beispielsweise nicht mehr plakatieren.

„Als Alleinkandidat muss ich mein Gesicht nicht unbedingt auf Plakaten sehen. Ich bin in der Regel bei allen Veranstaltungen, zu denen ich eingeladen werde, und dort wie auch sonst auch immer für jeden ansprechbar. Derzeit mache ich bei solchen Veranstaltungen auch auf die bevorstehende Wahl aufmerksam und bitte die Leute, zur Wahl zu gehen.“ Denn es ist Eidam schon wichtig, dass die Wahlbeteiligung gut ist. Immerhin gibt es auch bei einem Kandidaten eine Auswahl zwischen Zustimmung und Ablehnung. „Ich bin jedenfalls hochmotiviert, meine Arbeit, die mir sehr viel Spaß macht, für die Menschen in dieser Gemeinde fortzusetzen.

  • Die vierte Bürgermeisterdirektwahl in der Geschichte der Gemeinde Weimar findet am Sonntag, 3. Juli, statt. Briefwahl ist schon möglich, einige Bürger haben davon schon Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse werden nach Schließung der Wahllokale ab 18 Uhr öffentlich im Bürgerhaus Niederweimar präsentiert.

von Götz Schaub

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