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Bildung passend zum Klimawandel

Regenbogenschule in Ebsdorfergrund Bildung passend zum Klimawandel

20 Jahre anschaulicher Unterricht direkt in der Natur haben eine nachhaltige Wirkung gezeitigt, insbesondere mit dem Kinderwald der Regenbogenschule in Ebsdorfergrund.

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JWR-Waldpädagoge Peter Honig (von links), der stellvertretende JWR-Vorsitzende Jochen Dietrich, JWR-Lehrerin Anja Döringer-Zährl, der JWR-Vorsitzende Dr. Hartmut Bölts, Dr. Norbert Clement, Fachdienstleiter Erneuerbare Energien beim Landkreis, und Brigitte Nachtwey, Lehrerin Regenbogenschule Ebsdorf/Leidenhofen.

Quelle: Manfred Schubert

Roßberg. Im vergangenen Jahr hatten 4.500 Schüler, etwa zwei Klassen pro Tag, aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf Gelegenheit zu Lernerfahrungen in und mit der Natur im Jugendwaldheim Roßberg (JWR).

Dass dies keine einmaligen Events werden, die von den Schülern als willkommene Abwechslung wahrgenommen und konsumiert werden, darauf legt das Konzept Wert.
„Die gemeinsame Planung durch die JWR-Mitarbeiter und die Lehrkräfte der Schulen sowie die Einbindung in den normalen Schulunterricht mit Vor- und Nachbereitung ist das Besondere bei uns“, betonte Jochen Dietrich, ehemaliger Leiter der Theodor-Heuss-Schule in Marburg und stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins Jugendwaldheim Roßberg, bei einem Pressegespräch am Freitag, in welchem das Programm mit den besonderen Veranstaltungen zum 20-jährigen Bestehen vorgestellt wurde.

Schwerpunktthema ist der Klimawandel. Dr. Hartmut Bölts, Privatdozent am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg, wo er das Projekt „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ leitet, und Vorsitzender des JWR, betonte: „Als Pädagogen müssen wir junge Menschen für die Energiewende begeistern. Der Klimawandel ist, neben der Armuts- und Gerechtigkeitsfrage, eines der großen Probleme der Welt. Wir brauchen einen Wertewandel vom Herzen und vom Kopf her, der zu Verhaltensänderungen im Alltag führen soll.“

Die beiden Schulträger, die Stadt Marburg und der Landkreis, erkannten den Wert der Einrichtung schnell an und kommen für die Unterhaltung des Hauses und die Bezahlung einer Hausmeisterstelle auf, während das Land Hessen das Jugendwaldheim mit einer Lehrerstelle ausstattet, die sich zwei Lehrerinnen teilen. Um seinen Beitrag zur nachhaltigen Bildung in Zeiten des Klimawandels weiterhin verlässlich gewährleisten und vielleicht noch wirkungsvoller gestalten zu können, halten alle, die dort mitarbeiten, eine Erhöhung der personellen und finanziellen Ressourcen der an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit arbeitenden Einrichtung für sehr wünschenswert.

Die Nachfrage von den Schulen des Landkreises, die das Angebot des JWR teilweise fest in ihrem Programm verankert haben, übersteige schon jetzt die Möglichkeiten. Anfragen von außerhalb des Landkreises könnten von vornherein nicht berücksichtigt werden. „Nicht nur Schüler, auch Lehrer lernen über das JWR hinzu. Wir beraten und bilden Kollegen in Form der gemeinsamen Projekte fort, wirken an Schulprogrammen und Schulkonferenzen mit“, ergänzte Dietrich zur Bedeutung der Einrichtung. Mittlerweile habe man ein tolles Kooperationsnetz aufgebaut, vom Forstamt über die Philipps-Universität, die Gemeinde Ebsdorfergrund, Landwirte und Handwerker bis zu Unternehmen.

von Manfred Schubert

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