Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Besuch von Arbeitgebern ist erwünscht

Berufspraktikum Besuch von Arbeitgebern ist erwünscht

Berufsfindung hat an der Gesamtschule Ebsdorfer Grund einen hohen Stellenwert. Präsentationstage gehören zum neuen Konzept, bei dem Schüler Praktikumergebnisse Lehrern, Mitschülern und Arbeitgebern vorstellen.

Voriger Artikel
Kinder vermitteln den Spaß am Lesen
Nächster Artikel
Feinschliff über Konjunkturprogramm

Sina Boucsein aus der neunten Realschulkasse der Gesamtschule Ebsdorfer Grund zeigte ihren Praktikumsarbeitsplatz beim Regionalen Nahverkehrsverband.

Quelle: Martina Becker

Heskem. „Was will ich einmal werden?“, diese Frage beschäftigt Schüler spätestens dann, wenn es Richtung Ende der Schulzeit geht. An der Gesamtschule Ebsdorfergrund hatten die Schülerinnen und Schüler aus den 8. und 9. Realschul- (R) sowie den 9. Gymnasialklassen (G) die Möglichkeit sich ihrer Fähigkeiten und Interessen bewusst zu werden. In der Zeit vom 12. bis 26. Januar stand traditionsgemäß ein Berufspraktikum im Lehrplan.

Insgesamt 150 Mädchen und Jungen hatten sich meist Monate zuvor einen Praktikumsplatz gesucht. „Bei den 8-Klässlern ist es noch nicht ganz so wichtig, dass sie sich schon in Richtung eines späteren Berufes orientieren und auch die G-Schüler haben meist andere Pläne“, erzählte Ralph Pelka, stellvertretender Schulleiter und Klassenlehrer einer 9. Realschulklasse.

Hier reiche eine erste Erfahrung in der Berufswelt, so der Lehrer. Bei den Realschülern der 9. Klassen wird das schon anders gesehen. „Sie sollten ihr Praktikum berufsbezogen betrachten und bei der Auswahl gezielt schauen, was sie machen“, betonte Pelka. Um dem Blick in die Berufswelt ein entsprechendes Gewicht zu verleihen, ist auch die Nachbereitung des Praktikums vielfältig.

Dazu gehört das Erstellen einer Praktikummappe sowie eine mündliche Präsentation. Dieser wurde nun erstmals ein anderer Rahmen gegeben. Die Präsentationen erfolgten nicht mehr wie bisher im Unterricht, vielmehr wurden eigene Präsentationstage eingerichtet. Reinhild Stein, Leiterin des Realschulzweiges erzählte, dass damit der Aufgabenstellung noch mal eine andere Wertigkeit beigemessen werde. Außerdem sei bei der bisherigen Lösung zu viel Unterricht in den Fächern Arbeitslehre oder Politik und Wirtschaft ausgefallen. Zudem habe sich das Vorstellen über Wochen hingezogen, so Stein.

„Mit den Präsentationstagen wurde eine Lösung gefunden, die einen größeren Ernsthaftigkeitscharakter hat und deutlich macht, dass das Ganze kein Spielchen ist“, betonte Stein. Überdies sieht die Schule einen Zusatzeffekt in dieser neuen Einrichtung. „Den Realschülern wird damit eine gute Übung für die mündliche Präsentation bei der Abschlussprüfung geboten“, meinte Pelka. Für die insgesamt sieben Klassen wurden drei Tage eingeräumt an denen jeweils zwei Lehrer die Präsentationen durchführten.

von Martina Becker

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr