Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Berühmte Genossen sind die großen Vorbilder

SPD Hachborn Berühmte Genossen sind die großen Vorbilder

Wilfried Schäfer ist der neue Vorsitzende der SPD Hachborn. Für seinen Ortsverband zieht er einen Zusammenschluss mit den benachbarten SPD-Verbänden in Erwägung.

Voriger Artikel
Erste Fahrversuche enden mit lautem Platsch
Nächster Artikel
Zumba-Party auf dem Sportplatz

Beim SPD-Ortsverein Hachborn wurde gewählt und geehrt: (von links) Bürgermeister Andreas Schulz, Karl-Eric Müller, Manfred Becker, Klaus Sternitzke, Gotthard Reich, Wilfried Schäfer, Rudi Claar.

Quelle: Martina Becker

Hachborn. „Wer sich politisch engagiert und ein Parteibuch besitze, erntet nicht nur Wohlwollen von seinen Mitbürgern“, meinte Bürgermeister Andreas Schulz bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins.

Anlass für diese Feststellung gab die von ihm vollzogene Ehrung für 40- und 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD. Eine Treue, die man nicht hoch genug schätzen könne, führte der Bürgermeister aus. Er fand, dass die Parteien auch auf kommunaler Ebene eine wichtige Funktion hätten. „Wer die Parteien in den Kommunen abschaffen will, legt die Axt an die Wurzeln der Demokratie“, so Schulz.

Die Beweggründe für den Parteibeitritt der geehrten Genossen waren sehr unterschiedlich. Karl-Eric Müller erzählte, dass ihn die Persönlichkeit von Willy Brandt sowie die Hartnäckigkeit eines Arbeitskollegen vor vierzig Jahren überzeugt hatten.

Für Klaus Sternitzke, der seit 25 Jahren der SPD treu ist, war Helmut Schmidt das Vorbild. Der Wunsch nach Mitgestaltung im „kleinen“ Ortsteil Ilschhausen sei dann der Grund für den Eintritt gewesen, so Sternitzke.

Wilfried Schäfer hatte als Kind den Besuch von Willy Brandt in Hachborn erlebt, was er als prägendes Ereignis in Erinnerung hatte. Vom Parteieintritt hatte ihn später ein Genosse aus Hachborn überzeugt.

Schäfer wurde in der Versammlung von der Versammlung einstimmig auf die vakante Position des ersten Vorsitzenden und somit als Nachfolger von Marco Oppermann gewählt. Sein bisheriges Amt des Schriftführers übernahm Gotthard Reich. Stellvertreter und Kassierer blieben Manfred Becker sowie Willi Honig.

Zu Versammlungsbeginn würdigte Becker das jüngst verstorbene Vereinsmitglied Ernst Krebs, der für das Dorf und den Verein stets engagiert gewesen sei. Schäfer hielt bei seinem Amtsantritt als „wichtigsten“ Punkt fest, dass überlegt werden müsse, wie es mit dem im Jahr 1930 gegründeten Traditionsvereinweitergehe. „Wir werden im Vorstand in aller Ruhe darüber nachdenken, ob ein Zusammenschluss mit einem anderen Ortsverband sinnvoll ist“, sagte der neue Vorsitzende.

Rudi Claar, Vorsitzender des SPD-Gesamtverbandes befürwortete diese Überlegung. „Ich finde, dass die Zukunft der vier Ortsvereine, sprich insgesamt 214 SPD-Mitglieder in einem großen Verein liegt“. Jeder könnte sich dort mit seinen Ideen wiederfinden, so Claar.

In einem „Schnelldurchgang“ gab Schulz einen Überblick der aktuell anstehenden Vorhaben für Hachborn. Dazu zählt vor allem der Umbau des großen Saals im Bürgerhaus zu einer Speisegaststätte, die am 15. November eröffnet werden soll (die OP berichtete). „Die Belange des Dorfes bleiben bei diesem Vorhaben in jedem Fall geachtet“, sagte Schulz. 2014 soll schnelles Internet über die Telekom in Hachborn und Ilschhausen Einzug halten. Zudem steht die Straße „Am Sandberg“ vor dem Endausbau.

Lob vom Bürgermeister gab es für Ortsvorsteher Jürgen Schäfer, der mit zahlreichen Helfern für die Gestaltung des Gehweges am Festplatz gesorgt hatte und als nachfolgende Maßnahme die Pflasterung des Eingangsbereichs auf dem Friedhof plant. Dass sich im Ortsbeirat die erfolgreich gestaltende SPD Ära in Hachborn fortsetzen lasse, davon war der Bürgermeister überzeugt.

Ehrungen: 40 Jahre Mitglied: Karl-Eric Müller, 25 Jahre: Klaus Sternitzke, Wilfried Schäfer, Heinrich Witte

von Martina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr