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Beltershausen soll weiter wachsen

Parlament Ebsdorfergrund Beltershausen soll weiter wachsen

Die SPD-Fraktion erschien am Montagabend in kompletter Stärke, wollte sie doch sichergehen, dass in Beltershausen ein neues Baugebiet ausgewiesen wird.

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Auf der Fläche rechts im Vordergrund soll anschließend und parallel zur Wohnbebauung das neue Beltershäuser Baugebiet „Sophie-von-Brabant“ entstehen.

Quelle: Thorsten Richter

Dreihausen. Da die komplette Fraktion der Grünen zur Sitzung des Gemeindeparlaments am Montag im Bürgerzentrum Dreihausen ausfiel, war das Ergebnis für das neue Baugebiet in Beltershausen deutlicher als gedacht, zumal sich noch zwei Mitglieder der ÜBE/FWG-Fraktion enthielten. Nur acht, sechs CDUler und zwei von der ÜBE/FWG, stimmten gegen das Vorhaben.

So wird also die Geissler Infra GmbH aus Kirchhain in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ebsdorfergrund auf einer Gesamtfläche von rund 25000 Quadratmeter einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan realisieren, um neues Bauland in Beltershausen zu schaffen. Das Gebiet, das in zwei Etappen vermarktet werden soll liegt aus Richtung Frauenberg gesehen auf ganzer Länge zwischen dem Huteweg und dem Feldweg „Am langen Rasen“ und soll eine eigene Erschließungsstraße erhalten. Der erste Bauabschnitt setzt an der Wohnbebauung an, der zweite Abschnitt rückt das Dorf dann weiter in die Feldgemarkung Richtung Frauenberg. Der erste Bauabschnitt soll 16 Baugrundstücke hervorbringen, der zweite neun. „Wir haben Anfragen von jungen Menschen aus der Gemeinde, die hier bauen wollen. Dann sollten wir ihnen auch etwas in Beltershausen anbieten“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz. Die CDU wollte sich diesem Ansinnen nicht verschließen, doch hält sie das Baugebiet für zu groß. Thorsten Reinhardt stellte deshalb den Antrag, das Baugebiet um die Hälfte zu verkleinern, damit auch die Ortsmitte bei frei werdenen Wohnraum nicht abgehängt wird und es dort zugunsten neuer Häuser am Ortsrand zu Leerstand kommt.

Darauf wollte sich der Bürgermeister nicht einlassen. Er begründete dies damit, dass der Investor schon so planen müsse, dass es sich wirtschaftlich rechnet. Schulz: „Schließlich soll ja auch ein bezahlbarer Quadratmeterpreis unter 100 Euro dabei herauskommen.“ Vor Leerstand in Beltershausen fürchtet sich die SPD auch nicht. Derzeit gebe es keinen Leerstand und Beltershausen sei aufgrund seiner Nähe zu Marburg ein idealer und begehrter Wohnort, bekräftigte Fraktionsmitglied Maximilian Kühn die Entscheidung für das neue Baugebiet in der vorgesehenen Größe.

von Götz Schaub

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