Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Bauern bleiben dabei: Es gibt zu viel Milch

Wittelsberg Bauern bleiben dabei: Es gibt zu viel Milch

Die Stimmung der heimischen Milchbauern ist gereizt. Dies wurde am Montagabend bei einer öffentlichen Gesprächsrunde mit der Leitfrage „Milchbauern vor dem Aus

Voriger Artikel
210 Tonnen Stahl schweben über der Lahn
Nächster Artikel
Erkrankung sorgt jetzt für ein „Highlight“

Vom Kampf der heimischen Milchbauern für einen fairen Milchpreis zeugt dieses Schild an der Bretterwand eines Kuhstalls.

Quelle: Manfred Schubert

von Stefan Weisbrod

Wittelsberg. Für einen Milchpreis von mindestens 40 Cent pro Liter demonstrierten die deutschen Milchbauern im vergangenen Jahr. Dieser Abnahmepreise sei nötig, um die Produktionskosten zu decken, lautete die Argumentation. Inzwischen erhalten die Erzeuger einen Literpreis von etwa 24 Cent. Diese Situation führte in den vergangenen Tagen und Wochen zu europaweiten Protesten der Milchbauern, die auch im Landkreis auf ihre Notlage aufmerksam machten (die OP berichtete).

„Zu den gegenwärtigen Preisen kann niemand kostendeckend Milch produzieren“, sagte Dr. Hans Hermann Harpain am Montagabend in Wittelsberg. Der stellvertretende Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes war einer der Teilnehmer einer Gesprächsrunde zum Thema Milchpreis, die von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen organisiert und von der Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch moderiert wurde.

Sein Verband fordere von der Politik unter anderem eine weitere Förderung des Exports deutscher Milch sowie eine konsequente Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms, erläuterte Harpain. Zudem müsse kartellrechtlich geprüft werden, wie der „zerstörerische Preiskampf“, der durch die großen Discounter verursacht werde, reguliert werden könne. Auf die von den Landwirten dringend geforderte Mengenreduzierung ging Harpain nicht ein, weshalb er ins Kreuzfeuer der Kritik geriet.

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Protest

Deutschlands Milchbauern verbünden sich mit ihren französischen Kollegen. Sie wollen streiken, so lange wie nötig. Im Landkreis haben seit Freitag geschätzte zehn Prozent der Erzeuger ihre Milchlieferungen gestoppt.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr