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Bartreiche Abschiedsgrüße

Schulleiter Potthoff geht Bartreiche Abschiedsgrüße

Mit viel Respekt, Herz, Humor und einer bunten Bühnenshow verabschiedete die Gesamtschule Ebsdorfergrund am Donnerstag ihren Schulleiter.

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Mit zahlreichen auf den Ehrengast gemünzten Sketchen und einer Tanz- und Musikshow verabschiedeten sich Schüler und Lehrer vom scheidenden Schulleiter Lothar Potthoff (oben rechts).

Quelle: Ina Tannert

Heskem. Zahlreiche Kollegen, Ehemalige, Schüler, Kooperationspartner und Vertreter der Politik entließen den scheidenden Schulleiter Lothar Potthoff herzlich in den Ruhestand. Für gute Stimmung und die spürbare Wertschätzung der Anwesenden sorgte eine bunte, abwechslungsreiche Bühnenshow der Schüler und Lehrer im voll besetzten Musikraum der Gesamtschule Ebsdorfergrund (GSE).

In guter, alter Tradition wolle die Schule ihrem scheidenden Chef einen „nachhaltigen Abgang“ bieten, betonte der stellvertretende Schulleiter Ralph Pelka. Die GSE sei heute nicht mehr dieselbe Schule wie vor 20 Jahren, entwickelte sich unter der Hand des neuen Leiters zu einem modernen, „nach außen offenen und nach innen lebendig-ganztägig arbeitenden Haus“.

Mit viel Engagement und im steten „Ringen mit anderen Institutionen und Firmen“ habe der Schulchef dafür gesorgt, dass die GSE sich modernisierte und heute auf einem hohen Niveau stehe. Eben „eine richtig geile Bude“ wurde, betonte der für seine Imitationskünste bekannte Pädagoge im täuschend echten Udo-Lindenberg-Stil. Der Song „Mein Ding“, gemünzt auf den leidenschaftlichen Schulleiter rundete die Rede ideal ab.

Farbige Fingerabdrücke als bleibende Erinnerung

Die ein oder andere gut gemeinte Spitze zeigte auch die bunte Aufführung der Schüler der fünften Klasse, die mit viel Humor einzelne Lebensabschnitte des Ehrengastes in Form einer „gelebten Biografie“ auf die Bühne brachten. Mit mehreren weiteren bunten Tanz- und Musikshows, humorvollen Sketchen, Rosen und einigen seiner geliebten Zitronen verabschiedeten sich die Jugendlichen herzlich von ihrem Schulleiter.

„Lieber Herr Potthoff. Danke für alles“, stand auf dem bunten Transparent, das die Schüler dem Ehrengast überreichten. Hunderte von ihnen hatten sich auf dem Geschenk per farbigen Fingerabdruck verewigt - ein gelungenes und persönliches Andenken für den scheidenden Schulchef, fand auch der Ehrengast.

Stets zierte ein weißer Rauschebart, Potthoffs Markenzeichen, das Gesicht der Bühnenstars. Dieser klassischen Tradition bedienten sich auch viele Lehrer, die ihren Schülern in nichts nachstanden, dem geschätzten Kollegen, seiner langen Tätigkeit und nicht zuletzt seinem Lieblingsverein, dem BVB, auf der Bühne Tribut zollten.

Wortwörtlich vererbt der scheidende Schulleiter eine preisgekrönte „starke Schule“ mit ausgezeichnetem Ruf, erinnerte Heike Grosser vom staatlichen Schulamt an die erfolgreiche Teilnahme an dem schulischen Wettbewerb. Potthoff hinterlasse ein Kollegium, das gerne mit dem Chef zusammenarbeitete, und Schüler, die den freundschaftlichen Umgang mit ihm zu schätzen wussten.

Durchsetzungsstark und fordernd

Unter seiner Führung entwickelte sich die GSE von einer Mittelpunktschule zu einem „modernen, starken Schulstandort“. Ihr Motto „gut, sozial, erfolgreich“ wurde stets ergebnisreich im Schulalltag gelebt. „Ein bisschen Querkopf war auch dabei“, erinnerte sich Grosser an zahlreiche Auseinandersetzungen mit dem durchsetzungsfähigen Schulleiter, dem die hierarchischen Strukturen zwischen den Institutionen „nicht immer leicht fielen“.

Davon konnte auch Bürgermeister Andreas Schulz ein Lied singen. Er lobte den „manchmal unangenehmen, jedoch immer durchsetzungsstarken, fordernden“ Schulleiter, der sich immer für seine Schule stark gemacht habe, dabei nie den bequemen Weg ging und „die Gesetze für die Menschen auslegte, niemals umdrehte“, betonte Schulz.

Als letzte Amtshandlung verabschiedete der scheidende Schulleiter noch an diesem Abend den Kollegen Ludger Vogelbein in den Ruhestand. Als Ersatz für sich begrüßte er zudem Dieter Mertler im Ältestenrat der Schule. Gerührt zeigte sich der Ehrengast über eine „sehr sehr starke Vorstellung“. Seine langjährige Tätigkeit an der GSE habe er stets als eine sehr spannende Aufgabe empfunden, die ihm trotz aller Anstrengung immer Spaß gemacht habe. Besonders hob er den stets ideenreichen Austausch mit seinem engagierten Team hervor und die gemeinsamen Erfolge mit den Kollegen. Er lobte „ein super Kollegium und engagierte Schüler“ - eben genau das, was die GSE als besondere Schule auszeichne.

von Ina Tannert

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