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Brand in Niederweimar

Ballenlager geht in Flammen auf

Gegen 3.10 Uhr am Neujahrsmorgen hatten die Wehren der Gemeinde Weimar ihren ersten Einsatz des Jahres: Auf einem Feld in der Gemarkung Wenkbach stand ein Strohballenlager mit mehreren hundert Ballen in Flammen. Sie waren wohl vorsätzlich in Brand gesetzt worden.
In Niederweimar standen in der Neujahrsnacht rund 700 Strohballen in Flammen.

In Niederweimar standen in der Neujahrsnacht rund 700 Strohballen in Flammen.

© Thorsten Richter

Niederweimar. Als die Feuerwehren an den Einsatzort kamen, stand das etwa 80 Meter lange und knapp fünf Meter hohe Lager bereits in Vollbrand. „Zunächst waren nur zwei Wehren alarmiert worden, wir haben dann sofort die Alarmstufe erhöht“, sagte Weimars Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann. Denn die Ausdehnung des Feuers war bereits immens, „es hatte wohl schon eine Zeit gebrannt, bevor der Brand gemeldet wurde“, so Herrmann.

Die Einsatzkräfte versuchten, mittels einer Riegelstellung den Brand, der in der Mitte des Lagers ausgebrochen war, zumindest an den beiden Enden zu stoppen. Dazu zogen die Feuerwehrleute die Planen, mit denen das Lager abgedeckt war, herunter und bewässerten die Enden – doch vergeblich. „Die Durchzündung ist dem Feuer letztendlich gelungen“, sagte Herrmann. Der Landwirt konnte mit der Frontgabel seines Schleppers nur wenige Strohballen retten.

Kein Wasser an der Einsatzstelle

Problematisch war für die Feuerwehrleute, dass es an der Einsatzstelle kein Wasser gab. Obwohl zwei zusätzliche Tanklöschfahrzeuge aus Cappel nachalarmiert worden waren, konnten die Einsatzkräfte die Strohballen nur kontrolliert abbrennen lassen und dafür sorgen, dass sich der Brand nicht weiter auf dem Feld ausbreitete.

„Aber selbst, wenn wir fünf Tanklöschfahrzeuge mehr gehabt hätten, wäre wohl nichts zu machen gewesen“, erläuterte Markus Herrmann. Durch den Wind habe sich das Feuer so schnell in dem Stroh ausbreiten können, „dass wir keine Chance hatten“.

Stundenlang war der Feuerschein von weitem zu sehen, bis in den Sonntagnachmittag hinein hielten die Wehren Brandwache, zogen die brennenden Ballen später mittels eines Frontladers auseinander. Dass eine verirrte Rakete den Brand ausgelöst haben könnte, schien wohl unwahrscheinlich – dafür liegt das Feld zu weit weg von bewohntem Gebiet. 

Die Anwohner Niederweimars wurden bis in den Nachmittag hinein über Rundfunkmeldungen gebeten, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

von Andreas Schmidt


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