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Autos rollen durch den neuen Kreisel

Heskem Autos rollen durch den neuen Kreisel

Fristgerecht haben die Arbeiten am Kreisverkehr bei Heskem gestern ein Ende genommen. Hessen Mobil schließt die Baustelle mit Kosten von 400000 Euro allerdings deutlich teurer ab als erwartet.

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Raus aus dem Ebsdorfer Grund – rein in den Ebsdorfer Grund: Seit gestern passieren die Autos wieder unbehelligt den Verkehrsplatz bei Heskem. Hessen-Mobil-Regionalbeauftragter Willi Kunze (in der Warnweste) und Bürgermeister Andreas Schulz freuen sich über den Abschluss der mehrmonatigen Bauarbeiten.

Quelle: Carina Becker

Heskem. Von Pfingsten an liefen die Bauarbeiten am Heskemer Kreisel, den Hessen Mobil im Auftrag des Landes von einem provisorischen in einen ordentlichen Verkehrsplatz hat umbauen lassen. 355000 Euro waren für die Arbeiten vorgesehen, wie Hessen-Mobil-Regionalbevollmächtigter Willi Kunze erläutert: „Doch es wurde teurer, weil es zu unerwarteten Problemen kam.“ Unter dem vorläufigen Kreisel, den das Land 2003 nach einem schweren Unfall mit mehren Todesopfern am Einfallstor zum Ebsdorfer Grund hatte einrichen lassen, befand sich noch die alte Straße, die die Bauarbeiter abtragen mussten. „Das wir trotzdem den Termin halten konnten, freut uns besonders“, erläuterte Kunze - zumal die Arbeiten an der großen Kreuzung von Cappel und Beltershäuser Straße in der vergangenen Woche begonnen haben. „Wir erwarten uns für diese Baustelle nun auch eine Entlastung, weil man sie jetzt wieder über den Ebsdorfer Grund umfahren kann“, sagte Kunze. Für den Ebsdorfer Grund sei es ein „guter Tag“, freute sich Bürgermeister Andreas Schulz. „Der Kreisverkehr ist in alle Richtungen das Tor zur Gemeinde - unser elfjähriges Drängen auf den Ausbau hat nun ein Ende.“ Mit dem neuen Verkehrsplatz verfüge die Kommune über eine „noch größere Bühne“ für den autofreien Sonntag, hob Schulz hervor und wies darauf hin, dass der Kreisel über einen eigenen Verkehrsanschluss verfüge, der dann für das Programm genutzt werden könne.

Die Gemeinde werde dem Land nun anbieten, die Bepflanzung des Verkehrsplatzes „mit Blumen und Büschen“ zu übernehmen - in Hessen regeln Kommunen und Land dies üblicherweise so. Gegenwärtig präsentiert sich der Hügel im Kreisverkehr spärlich begrünt - der ausgesäte Rasen geht gerade auf. „Wir wollen das schöner machen, weil es schließlich unsere Einfallspforte ist“, sagte Schulz. Die Arbeiten am Kreisverkehr waren bereits am Freitag weitgehend abgeschlossen, „die Straßenmarkierungen konnten wir aufgrund des starken Regens aber erst heute aufbringen“, erläuterte Kunze. Am Montagnachmittag rollte der Verkehr nach langer Sperrung dann wieder unbehelligt an Heskem vorbei - viele Autofahrer zollten den Behördenvertretern bei der Verkehrsfreigabe Anerkennung mit „Daumen hoch“. Eine Autofahrerin rief dem Bürgermeister im Vorbeifahren zu, dass dringend Balsaltsteine als dekoratives Element auf den Hügel in der Mitte des Kreisel positioniert werden sollten. Dies lässt sich allerdings nicht umsetzen, wie Kunze erläuterte. „Im europäischen Ausland ist es noch erlaubt, feste Hindernisse auf Kreiseln zu positionieren, in Deutschland ist es allerdings verboten, da es zu sehr schweren Unfällen führen kann, wenn dann doch einmal ein Fahrzeug auf den Hügel gerät.“

Kunze überbrachte gestern Neuigkeiten zu zwei weiteren provisorisch gebauten Kreisverkehre im Landkreis: Der am Amöbeburger Tor werde noch in diesem Jahr zu einem ordentlichen Kreisverkehr ausgebaut, der bei Fronhausen voraussichtlich 2015.

von Carina Becker

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