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Auswahl der Rasse ist reine Geschmackssache

Hühnerkirmes Auswahl der Rasse ist reine Geschmackssache

Die Hühnerkirmes gehört nahezu so zu Hachborn wie der Kirchturm. Am Pfingstwochenende stand das traditionelle Hähne-Wettkrähen und so manch andere Attraktion im Zentrum der geselligen Veranstaltung.

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Eine Eierausstellung gehört zur Hühnerkirmes. Interessiert untersuchten die Kinder Emily, Anya, Selina und Florian die unterschiedlichen Eier.

Quelle: Martina Becker

Hachborn. Dass die Rassegeflügelzucht viel Interessantes zu bieten hat, versucht der 57 Mitglieder starke Hachborner Verein mit seiner Veranstaltung zu verdeutlichen.

Etwa ein Dutzend große Volieren waren bei der Hühnerkirmes aufgebaut, um einen Ausschnitt der Zuchtvielfalt im Verein zu zeigen. Dabei waren beispielsweise „Indische Kämpfer“. „Das ist eine sehr fleischige Rasse, aus der die Masthähnchen entstanden sind“, erzählte Jugendleiter Heiko Findt. Dabei war auch die „Emdener Gans“, die älteste und größte deutsche Gänserasse, die 14 Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage bringt. „Vorwerkhühner“ seien sehr selten und stünden auf der Roten Liste, der vom Aussterben bedrohten Rassen, erklärte Findt. Auch sie waren neben „Zwergwyandotten“, „Barnefelder“, „Holländischen Zwergen“ oder Wachteln zu sehen.

Aufgelockert wurde das Geflügelallerlei mit einer bunten Auswahl von Sittichen. „Farbenzwerge gescheckt“, eine neue Zwergkaninchenrasse, bereitete den Festbesuchern, vor allem den zahlreichen Kindern, ebenso Freude.

Das Ergebnis einer Schaubrutaktion in der Grundschule und im Kindergarten von Hachborn ließ sich in Form von verschiedenster Küken ebenfalls bewundern. Dazu gehörte auch ein einziges „Ko Shamo“-Küken, ein asiatisches Zwergkämpferhuhn. „Diese Rasse ist sehr zahm, sie legt nicht viele Eier, sie ist nur zum Anschauen und Genießen“, erklärte Findt.

Für welche Rasse man sich in der Geflügelzucht entscheidet, das sei reine Geschmacksache, meinte Vereinsmitglied Heinrich Becker. Der 76-jährige züchtet seit seinem 15. Lebensjahr „Silberfarbene Italiener“. Er sei in der ganzen Zeit nie auf die Idee gekommen, die Rasse zu wechseln. Den Mittelpunkt der Veranstaltung, der am Pfingstsamstag ein „gut“ besuchter Dämmerschoppen vorausging, bildete am Sonntagmorgen das traditionelle „Hähne-Wettkrähen“. Zwanzig Hähne aus Hachborn sowie aus benachbarten Vereinen traten im Zweierwettkampf gegeneinander an. Der Siegerhahn von Walter Schneider schaffte es auf 50 Kräher in zwanzig Minuten, womit er 25 Euro Siegprämie erhielt.

nEhrungen: Als verdiente Züchter und Mitglieder wurden Josef Steidl, Konrad Grün und Konrad Grau mit der Goldenen Landesverbandnadel für 50-jährige Treue geehrt.

nHähne-Wettkrähen: 1. Platz: Hahn von Walter Schneider (50 Kräher), 2. Platz: Hahn von Elena Zoe Findt (43 Kräher), 3. Platz: Hahn von Ludwig Findt (27 Kräher).

von Martina Becker

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