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Aus drei wird eins bis zwei

Evangelischer Kirchenkreis Marburg-Land Aus drei wird eins bis zwei

Die Synode des Kirchenkreises Marburg-Land befasste sich erneut mit der Kirchenkreisreform. Beabsichtigt ist, die Zahl der Kirchenkreise im Landkreis von drei auf zwei zu verringern.

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Diskutierten mit etwa 90 Mitgliedern während der an der Kreissynode in Cappel über die Kirchenkreisreform: Präses Wilfried Carle (stehend), Dekan Hanns Baumeister (rechts daneben), dessen Stellvertreter Wilhelm Hammann, Kirchenkreisvorstandsmitglied Christa Voigt und das stellvertretende Kirchenkreisvorstandsmitglied Sabine Klatt (links).

Quelle: Manfred Schubert

Cappel. Im Bürgerhaus waren etwa 90 Synodale des evangelischen Kirchenkreises Marburg-Land zusammengekommen, um sich während ihrer mehr als dreistündigen Frühjahrstagung über den Stand der Kirchenkreisreform zu informieren und ihrerseits Vorschläge und Ideen einzubringen.

Am 26. Mai soll eine Sondersynode über die Reform abstimmen (Kirchhain am 27. Mai und Marburg-Stadt am 7. Juni), die dann mit Beginn des Jahres 2012 in Kraft treten soll. Bereits die Herbstsynode im Oktober hatte sich ausführlich mit der Reform beschäftigt und teilweise kontrovers diskutiert.

Dekan Hanns Baumeister stellte zunächst ausführlich den seitdem vom gemeinsamen Strukturausschuss der drei Kirchenkreise Kirchhain, Marburg-Land und Marburg-Stadt erarbeiteten Entwurf vor. Er verwies auf den Beschluss des Landeskirchenrats vom März 2009, demzufolge angesichts der demografischen Entwicklung 2017 jeder Kirchenkreis zwischen 25 und 40 Pfarrstellen haben soll. Die Grenzen von Landkreisen und Kommunen sollen bei der Neuordnung berücksichtigt werden.

Ursprünglich sei ein Rückgang der Mitglieder in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck um 80.000 bis zum Jahre 2017 prognostiziert worden. Aber schon in diesem Jahr sei dieser Wert erreicht, viel schneller als erwartet. Hauptsächlich seien Bevölkerungsrückgang und Wegzüge aus strukturschwachen Gebieten Hessens dafür verantwortlich. Als Folge gingen die Einnahmen im Vorjahr um 5,7 Prozent zurück.

Gegenwärtig ist Marburg-Land der größte Kreis der Landeskirche, Marburg-Stadt sehr klein, Kirchhain mittelgroß. Der Zusammenschluss soll Einsparungen vor allem bei der Verwaltung ermöglichen, wobei es keine betriebsbedingten Kündigungen geben solle, so Baumeister. Aber wenn Stellen frei würden, werde man genau hinschauen müssen, ob man sich eine Wiederbesetzung leisten könne.

Die Frage nach den verbleibenden Dekanen stellt sich nicht, da Rainer Staege, Dekan im Kirchenkreis Kirchhain, 2011 in den Ruhestand tritt. Der Entwurf sieht vor, dass zum neuen südlichen Kirchenkreis die Stadt Marburg mit allen Ortsteilen, die Gemeinden Ebsdorfergrund, Fronhausen, Weimar und Lohra gehören sollen. Dieser Kreis wird sehr wahrscheinlich Marburg heißen. Der andere trägt vorläufig den Arbeitstitel Marburg-Nord, zu ihm sollen Münchhausen, Wetter, Lahntal, Cölbe, Rauschenberg, Wohratal, Kirchhain, Stadtallendorf und Neustadt gehören. Beide Kirchenkreise hätten je etwa 45.000 Mitglieder und 25 Pfarrstellen.

von Manfred Schubert

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