Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Aufholbedarf im Hochwasserschutz

Roth Aufholbedarf im Hochwasserschutz

In der Ortsbeiratssitzung in Roth am vergangenen Donnerstag drehte sich alles um Sanierungen und die nach wie vor ausstehenden Projekte zum Hochwasserschutz.

Voriger Artikel
Nachbarschaftlicher Dialog lebt auf
Nächster Artikel
Fronhäuser CDU setzt auf einen Parteilosen

Die Lahn bei Roth ist Überschwemmungsgebiet – zum Schutz der Bevölkerung sollen bestehende Deiche ausgebessert werden.Panorama-Fotomontage: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Roth. Schon im Vorjahr hatten Experten festgestellt, dass es um den Hochwasserschutz in Roth schlecht bestellt ist. So müssten beispielsweise dringend die Mühle und das Wehr besonders gesichert sowie die Deiche ausgebessert und erhöht werden. Zudem fehlt es an einem ausreichend großen Rücklaufbecken. Seit beinahe zwei Jahren ist noch immer nichts geschehen in der Sache.

Siegfried Koch, Schriftführer im Ortsbeirat von Roth, berichtete vom ersten Treffen des Arbeitskreises für den Hochwasserschutz, dem neben Gemeindevertretern auch der Ortsbeirat angehört. „Es gibt diverse Brennpunkte bei der Sanierung“, stellte er fest. So mangele es nicht nur am Geld, sondern schon an der Klärung von Fragen der Umsetzung. „Ob die Deiche ihren Dienst tun - wir haben da berechtigte Zweifel. Es wird gepflegt, wo man mit der Maschine drankommt, sonst aber nicht, wo aber die schwachen Stellen sind, also etwa an der Brücke und der Mühle“, meinte er. Von den anfangs angestrebten Verbundmaßnahmen, die alle Lahn-Anrainer gleichermaßen in die Pflicht genommen hätten, sei nicht mehr viel geblieben. Der Arbeitskreis soll möglichst bald konkrete Pläne zur Behebung der Missstände entwerfen, sodass es nicht zu einer Katastrophe wie bei der großen Überschwemmung des Jahres 1984 kommt.

Dringende Suche nach Flüchtlings-Quartieren

Aus diesem Grund sieht der Haushalt für das kommende Jahr auch eine Priorisierung des Hochwasserschutzes vor. Ebenso wünscht sich der Ortsbeirat eine Vielzahl von Ausbesserungen an den Gemeindestraßen - obwohl schon einiges geschehen ist. „Der Breitbandausbau ist zwischenzeitlich in allen Ortsteilen abgeschlossen und viele Schäden sind dabei behoben worden, was die Situation an vielen Stellen merklich verbessert hat, finde ich“, meinte Ortsvorsteher Michael Pfeffer. Allerdings seien viele Straßen noch immer ausbesserungsbedürftig. Auch eine Sanierung der Pflasterfläche vor dem Bürgerhaus, die sich stark abgesenkt habe, strebt der Ortsbeirat mittelfristig an, stellt diese aber angesichts der absehbar hohen Kosten für andere Sanierungsprojekte vorerst zurück.

Die Gemüter der anwesenden Bürger erhitzten sich besonders, als es um die Planung zum Volkstrauertag 2015 ging. Während der Hinweis, dass Bürgermeister Peter Eidam nicht die Veranstaltungen aller Orte wird besuchen können, recht neutral aufgenommen wurde, kam der Vorschlag, anstatt von Kränzen künftig nur noch Gestecke an den Ehrenmalen abzulegen, alles andere als gut an.

Vom Treffen der Ortsvorsteher in der Gemeinde Weimar berichtete Michael Pfeffer, dass sich die Gemeinde eine stärkere Beteiligung an der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge wünsche. Derzeit seien erst knappe zwei Dutzend Flüchtlinge in Mietwohnungen im Ort Niederwalgern untergebracht. Diskutiert wurde auch über eine Unterbringung in Containerkomplexen. „Die Situation wird aber nicht vergleichbar sein mit der, die wir in den frühen Neunzigerjahren hatten“, hoffte Ortsvorsteher Pfeffer.

n Bürgerhinweis aus dem Ortsbeirat: Wer noch alte Akten oder Urkunden hat, kann sich damit an Otto Weimar wenden, der den Geschichtsverein leitet. So kann festgestellt werden, ob das Material eventuell fürs Gemeinde- oder Staatsarchiv von Bedeutung sein könnte.

von Lisa Rösser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr