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Auch die Straßenlampen sind in Gemeindehand

Ebsdorfergrund Auch die Straßenlampen sind in Gemeindehand

Nachdem in der Gemeinde Ebsdorfergrund die Müllentsorgung, das Wasser und Abwasser in den Händen der Kommune liegen, wurde jetzt der Kauf des Stromnetzes und der Straßenlaternen perfekt gemacht.

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Rainer Kühne (Geschäftsführer Stadtwerke Marburg) bei der Vertragsunterzeichnung mit der Ersten Beigeordneten Elisabeth Newton, Bürgermeister Andreas Schulz und dem Geschäftsführer der GrundNetz GmbH, Ulrich Ley.

Quelle: Ingrid Lang

Dreihausen. Gemeinsam mit den Stadtwerken hat die Gemeinde das Stromnetz von der Energie (EON Mitte) zurückgekauft und die Eigentumsgesellschaft „GrundNetz GmbH“ gebildet. Die Gesellschaft „GrundNetz“ betreibt seit 1. Januar 2015 das komplette Stromnetz. Nur der Ortsteil Wermertshausen wird wie bisher von den Stadtwerken Gießen versorgt.

Zum Netzübergang wurden zum Jahreswechsel gleich fünf Verträge von Bürgermeister Andreas Schulz, Rainer Kühne (Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg) und Ulrich Ley, (Geschäftsführer GrundNetz) im Beisein der Beigeordneten Elisabeth Newton unterzeichnet.

Zum Stromnetz-Kauf gehört auch der Kauf der Straßenlampen im Gemeindegebiet. Zuvor hatte die Gemeinde schon das Straßenlampenkabel im Gegenwert von 240000 Euro gekauft. Nun stand der Kauf der Straßenlampen an, der mit 300000 Euro zu Buche schlug. Selbst die Zähler gingen an die GrundNetz GmbH und fallen somit künftig in den Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke, die als Partner fungieren.

Kommune übernimmt die Verantwortung für das Stromnetz und die Energieversorgung vor Ort

Mit diesem Schritt übernimmt die Kommune die Verantwortung für das Stromnetz und die Energieversorgung vor Ort. Ansprechpartner für die Strom-Nutzer der Gemeinde und der GrundNetz GmbH sind die Stadtwerke Marburg. Die Instandhaltung und Wartung der Straßenlampen fallen ebenfalls in die Zuständigkeit der Stadtwerke. Diese Aufgaben wurden von der GrundNetz GmbH an den Vertragspartner vergeben.

Bürgermeister Schulz betonte, dass mit dem Kauf des Stromnetzes einerseits Einnahmen durch den Betrieb des Stromnetzes und die Pachterlöse realisiert werden, die Gemeinde andererseits aber auch Einfluss auf die Weiterentwicklung der Netze nehmen und Synergieeffekte nutzen könne. Das helfe der Gemeinde auf ihrem Weg zur energieautarken Kommune. Stadtwerke-Geschäftsführer Kühne betonte, dass die Stadtwerke seit mehr als 100 Jahren ein verlässlicher Ansprechpartner vor Ort seien. In Deutschland sei ein kommunales Vertragsunternehmen in dieser Größenordnung fast einmalig. Kühne möchte dieses bisher einmalige Modell weiterentwickeln, als Betrieb erweitern und auch in neue Bereiche einsteigen.

von Ingrid Lang

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