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Argensteiner Nachwuchs räumt Spitzenplätze ab

Jugendfeuerwehren Argensteiner Nachwuchs räumt Spitzenplätze ab

Nicht nur den ersten - gleich auch noch den zweiten Platz räumten die beiden Mannschaften der Jugendfeuerwehr Argenstein beim Gemeindepokalwettkampf Weimar ab und erzielten einen Rekord.

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Zahlreiche hoch motivierte Kinder und Jugendliche aus fünf Ortsteilen nahmen am Wettkampf um den Gemeindepokal von Weimar teil. Sie freuen sich über Urkunden und Pokale, am meisten natürlich die Sieger aus Argenstein.

Quelle: Ina Tannert

Argenstein. Kaum ergatterte die Jugendabteilung den vorherigen Wanderpokal auf Dauer für die Galerie - da sichert sie sich auch den brandneuen, gläsernen Pokal. Im Wettkampf um den Gemeindepokal traten am Samstag insgesamt sieben Mannschaften aus Argenstein, Niederwalgern, Oberweimar, Wenkbach und Allna-Weiershausen gegeneinander an.

Mit vollem Körpereinsatz warfen sich die Kinder und Jugendlichen in Gruppen- oder Staffel-Größe ins Rennen, führten simulierte Löschangriffe durch, zapften Wasser aus einem Hydranten, knüpften Feuerwehrknoten oder gaben Fersengeld beim 400-Meter Staffellauf samt Hindernisparcours. Ausrichter des traditionellen Wettkampfs war die Jugendfeuerwehr Argenstein, die gleichzeitig ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Im Rahmen der Jubiläumsfeier veranstaltete die Wehr ein kleines Fest rund um das Feuerwehrhaus samt Bierzelt und Bratpartie und zeigte eine umfangreiche Fotoausstellung aus den vergangenen Jahrzehnten ihrer Erfolgsgeschichte.

1397 von 1400 möglichen Wettkampfpunkte

Am Ende der mehrstündigen Wettkämpfe errangen die beiden Mannschaften aus Argenstein die ersten beiden Plätze und den begehrten, brandneuen Wanderpokal mit rekordverdächtigen 1397 Wettkampfpunkten von regulär maximal 1400 Punkten. Den dritten und siebten Platz holten sich die beiden Mannschaften aus Niederwalgern. Vierter wurde Allna-Weiershausen, Platz Nummer fünf gewann Wenkbach, Sechster wurde die Jugendfeuerwehr aus Oberweimar, die auch den Pokal für die jüngste Mannschaft erhielt.

„Es waren nervenzerfetzende Wettkämpfe, ich kann voller Stolz auf eine tolle, motivierte Mannschaft blicken“, freute sich Jugendfeuerwehrwart Dirk Böckler. Lobende Worte für alle motivierten Teilnehmer gab es auch von zahlreichen angereisten Vertretern aus Politik und Feuerwehr-Verbänden. „Alle Teilnehmer haben eine tolle Leistung erbracht. In Argenstein kommt Jugendarbeit von Herzen“, lobte etwa Bürgermeister Peter Eidam. „Ihr habt großes Engagement und viel Freude gezeigt, behaltet euch das bei“, sagte auch Gemeindejugendfeuerwehrwartin Corinna Wenz.

Nostalgie-Übung wurde abgesagt

Landrätin Kirsten Fründt hob die Bedeutung der Jugendfeuerwehren für den Landkreis hervor. „Es muss dabei immer einen geben, der sich engagiert und sprichwörtlich für die Sache brennt, in Argenstein ist das der Fall“, lobte sie den langjährigen Jugendfeuerwehrwart. Böckler leitet die Abteilung bereits seit 20 Jahren, motiviert seine Truppe stets aufs Neue für die Feuerwehrarbeit - das fanden auch seine Schützlinge. „Wir sind super, unser Vorteil ist Dirk, der uns immer in den Hintern tritt“, lobte etwa Karoline Zech von der Jugendfeuerwehr.

Zum Dank überreichten die Kinder dem bewegten Jubilar einen ganz besonderen Feuerwehrwagen-Kuchen. Zahlreiche weitere lobende Worte samt Sektdusche durften während des Festkommers nicht fehlen.

Aktuell verfügt die Jugendabteilung als zweitgrößte Wehr der Gemeinde über 15 Mitglieder - eine Zahl, von der viele andere Wehren nur träumen können. Das hohe Interesse an der Jugendabteilung ist in Argenstein jedoch üblich. „Wir sind immer gut bestückt, haben mindestens ein Dutzend, manchmal sogar über 20 Mitglieder“, erklärte Böckler. Seine Truppe hat eine lange Erfolgstradition bei diversen Wettkämpfen, ihren guten Ruf konnte sie nun erneut verteidigen. „Ein Doppelsieg ist einfach super, besser kann es nicht laufen“, freute sich etwa David Groos überschwänglich. „Es hat echt Spaß gemacht, wir arbeiten gut zusammen“, freute sich auch Kamerad Raik Zeppel.

Die geplante Nostalgie-Übung wurde wegen Zeitmangels abgesagt.

von Ina Tannert

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