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Anlage produziert Wärme für 2.000 Familien

Bioenergiepark Anlage produziert Wärme für 2.000 Familien

Es war ein großer Moment: Am Montag wurden wichtige Verträge zwischen der Gemeinde und dem Investor der Biogasanlage geschlossen sowie die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Marburg bekräftigt.

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Diplom-Ingenieur Malte Pierau (Altus AG), Wolfgang Fettig, Rainer Kühne, Bürgermeister Andreas Schulz, Conrad Claar, Armin Claar, und die zuständige Fachgebietsleiterin der Gemeinde Anke Schmidt freuen sich über den Vertragsabschluss zum Bau einer Biogasanlage.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen . 10 Millionen Euro wird die Firma Biogas Ebsdorfergrund GmbH und Co KG aus Karlsruhe in dieses Bauvorhaben, das in der Gemarkung Heskem errichtet werden soll, investieren. Dieser Investor, vertreten durch Wolfgang Fettig, ist eine hundertprozentige Tochter der Altus AG, mit gleichem Stammsitz.

Mit dem Unterschreiben des Durchführungsvertrages verpflichtete sich Fettig, alle anfallenden Kosten für den Bau der Biogasanlage, sowie einen späteren Rückbau zu übernehmen. Damit war der „Bioenergiepark Ebsdorfergrund Plus“ soweit in trockenen Tüchern. Mit den im Anschluss folgenden einstimmigen Beschlüssen im Parlament (die OP berichtete in der Mittwochsausgabe), machte die Gemeinde entgültig den Weg frei für die größte Biogasanlage in Hessen, wie Bürgermeister Andreas Schulz sagte.

In Betrieb gehen soll sie in rund einem Jahr. Zur Altus AG berichtete Fettig, dass die Betreibergesellschaft im Bereich regenerativer Energien tätig sei und ihren Ursprung in der Windkraft habe. Die Anlage in Heskem sei bislang die Investition mit der größten Dimension. Durch sie können in Zukunft rund 2.000 Einfamilienhäuser ihren Wärmebedarf decken, rechneten die Investoren vor. Würden die 7 Millionen Kubikmeter Biogas verstromt, könnten 3.300 Haushalte mit Strom und 600 Wohneinheiten mit der Abwärme versorgt werden. „Damit wäre die ganze Gemeinde Ebsdorfergrund energetisch versorgt“, betonte der Bürgermeister.

Außerdem wurden Landwirte im Umkreis von 10 Kilometern für das Projekt gewonnen. Auf insgesamt 400 bis 450 Hektar, wovon 40 Prozent aus Flächenstilllegung stammen, sollen in den nächsten 20 Jahren, zwei Ernten im Jahr einen reibungslosen Betrieb der Anlage gewährleisten. Dies sei in einem geschlossenen Nährstoffkreislauf möglich, betonte Conrad Claar.

von Martina Becker

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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