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Alter Friedhof bietet Platz für neue Doppelgräber

Neue Möglichkeiten Alter Friedhof bietet Platz für neue Doppelgräber

Neue Formen wie Wiesengräber und Urnenbestattungen setzen sich gegenüber der klassischen Beerdigung allmählich durch. Aber auch das althergebrachte Doppelgrab ist noch gefragt.

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Fünf Felder für die neue Form von Doppelgräbern hat die Gemeinde auf dem alten Friedhof vorbereiten lassen. Durch die Umrandung mit Bodenplatten entfällt die klassische Grabeinfassung, wie Bürgermeister Andreas Schulz (links) und Ortsvorsteher Lothar Heidt erklären.

Quelle: Carina Becker-Werner

Dreihausen. Deshalb hat die Gemeinde Ebsdorfergrund gemeinsam mit dem Ortsbeirat Dreihausen auf dem dortigen alten Friedhof neue Möglichkeiten geschaffen. Denn für Doppelgräber ist auf dem neuen Friedhof, der sich direkt oberhalb des alten Geländes befindet, kein Platz mehr frei, führte Dreihausens Ortsvorsteher Lothar Heidt aus.

Um die Doppelgräber der neuen Generation pflegeleichter zu gestalten und um ein einheitliches Bild auf dem Friedhof herzustellen, hat sich der Ortsbeirat für eine durchgängige Umrandung mit Bodenplatten entschieden. „So bleibt es den Angehörigen erspart, den Splitt rund um die Gräber zu pflegen und zu erneuern, was einigen Aufwand bedeutet“, erklärt Heidt und betont, dass es inzwischen sehr wichtig sei, Bestattungsformen mit wenig Pflegeaufwand anzubieten. „Die Hinterbliebenen wohnen oft nicht mehr vor Ort oder die Menschen haben einfach zu wenig Zeit, sich um die Gräber zu kümmern“, führt Bürgermeister Andreas Schulz aus.

Bei der neuen Form des Doppelgrabs entfällt die Grabeinfassung, das Denkmal kommt auf die 95 mal 220 Zentimeter große Freifläche zwischen den Bodenplatten. „Dadurch müssen die Leute weniger Geld für den Steinmetz ausgeben, aber das Grab wird etwas teurer“, sagt Schulz und beziffert die Gebühr fürs Doppelgrab mit 3 460 Euro bei einer Liegefrist von 35 Jahren.

Fristverlängerung ist in der Gemeinde möglich

Eine Fristverlängerung ist in der Gemeinde Ebsdorfergrund, anders als in anderen Kommunen, übrigens möglich. „Einige nehmen es auch in Anspruch“, sagt der Bürgermeister. Die Fristverlängerung wird jeweils für ein Jahr mit der Gemeinde vereinbart – anteilig werden dann nochmals Kosten fällig, bei einem Einzelgrab ein Dreißigstel der Gesamtgebühr für die 30-jährige Liegefrist.

Zuletzt wurde der alte Friedhof vor gut 50 Jahren neu belegt. Nur noch einige wenige Gräber aus der damaligen Zeit sind erhalten geblieben. So hat die Gemeinde das Gelände bereits genutzt, um ein Wiesengrabfeld einzurichten. Zudem gibt es anonyme Gräber und Urnenbeisetzung. Wiesen-Doppelgräber gibt es bislang nicht, aber die Gemeinde würde welche anbieten, wenn dies gefragt wäre, betont Ortsvorsteher Heidt.

Auf dem Gelände gibt es eine kleine Allee mit verschiedenen Bäumen und derzeit jede Menge Freiflächen. Um die Anlage attraktiver zu gestalten, erneuerte der Ortsbeirat schon vor einigen Jahren in einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz den Zaun. Die Gemeinde bezahlte das Material.

von Carina Becker-Werner

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