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Aldi will noch einmal in Fronhausen

Parlament Fronhausen Aldi will noch einmal in Fronhausen

Auch ohne Einbringung des Haushaltes wurde die letzte Sitzung des Fronhäuser Parlaments in diesem Jahr nicht langweilig.

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Der Aldi-Markt in Fronhausen wurde erst vor wenigen Jahren gebaut. Nun soll ein noch größerer an den Start gebracht werden.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Der Aldi-Markt im neuen Fronhäuser Gewerbegebiet „Marburger Straße/Haydnstraße“ ist wahrlich noch nicht alt. Und doch will der Konzern Aldi-Nord unmittelbar neben dem Gewerbegebiet einen weiteren Markt bauen, und zwar noch größer, mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern. Im jetzigen Markt soll nach Möglichkeit ein Tierbedarfsmarkt oder eine Drogerie einziehen.

Nun sollten die Gemeindevertreter mit einem Aufstellungsbeschluss die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes „Marburger Straße/Haydnstraße“ auf den Weg bringen. Aus den Unterlagen ging hervor, dass die Eigentümer der zurzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen dem bestehenden Gewerbegebiet und der L3048 einem Verkauf an Aldi zugestimmt haben. Die CDU-Fraktion gab an, andere Informationen zu haben.

Fraktionschef Lothar Nau sagte: „Unser Kenntnisstand ist der, dass die Flächen nicht zur Verfügung stehen und der jetzige Pächter aus seinem Vertrag, der bis 2019 läuft, nicht raus will. Wir haben also keine Not, jetzt Beschlüsse zu fassen.“ Zudem gab Nau an, dass die ins Auge gefasste Fläche unter die Geruchsbelastungs-Problematik falle. Deshalb wolle seine Fraktion nicht zustimmen.

Bürgermeister Reinhold Weber wollte Letzteres nicht als Ausschlusskriterium gelten lassen, zumal es für diese Problematik auch Lösungen geben würde, die in einem Gutachten auch schon beschrieben wurden. Steffen Weber (Bürger für Fronhausen), Günter Majewski (SPD) und Richard Möller (Initiative Fronhausen) konnten den CDU-Standpunkt nicht nachvollziehen. Sie warben alle dafür, den Beschluss zu fassen, um das ganze Verfahren beginnen zu können.

SPD, BfF und IF wollen Chance ergreifen

„Das Angebot in unserem Gewerbegebiet wird angenommen und es ist offenbar Mehrbedarf vorhanden. Das ist eine deutliche Aufwertung für Fronhausen“, befand Steffen Weber. Möller zeigte sich davon überzeugt, dass Aldi in keine Verhandlungen gehen würde, wenn der Konzern nicht eine echte Chance auf Umsetzung sehen würde. Majewski bezeichnete das Interesse von Aldi als „ernsthaft“. Und die Chance, Fronhausen weiter zu entwickeln, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Schließlich wurde der Ältestenrat einberufen. Es gab Klärungsbedarf in einer nichtöffentlichen Sitzung. Danach bat die CDU im Parlament um eine weitere Sitzungsunterbrechung, um die im Ältestenrat mitgeteilten Informationen intern vor einer Abstimmung zu beraten. Anschließend machte Martin Wenz von der Initiative noch einmal deutlich: „Wir beschließen hier nicht die Baugenehmigung für Aldi, sondern schaffen nur die Voraussetzungen, dass der übliche Prozess in Gang gesetzt werden kann.“

Als Nau sagte, dass die Christdemokraten frei nach ihrem Gewissen abstimmen würden, forderte Steffen Weber im Namen der BfF-Fraktion eine namentliche Abstimmung. Zwei der acht anwesenden CDU-Fraktionsmitglieder schwenkten um und stimmten dem Beschlussvorschlag zu. Drei enthielten sich der Stimme, drei blieben bei ihrem nein. SPD, BfF und IF stimmten geschlossen für den Antrag.

von Götz Schaub

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