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Aldi soll Chance auf Neubau bekommen

Parlament Fronhausen Aldi soll Chance auf Neubau bekommen

Die CDU Fronhausen will sich nicht in die Ecke drängen lassen und dort für die Gemeinde als entwicklungshemmend wahrgenommen werden. Auch sie ist für den Bau eines neuen Aldi-Markts.

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Der derzeitige Aldi-Markt in Fronhausen. Die Firma möchte in absehbarer Zeit noch einmal neu investieren und größer bauen. Dagegen haben die Parteien im Parlament nichts einzuwenden, doch über den genauen Standort wird gestritten.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. „Ganz vorweg, auch die CDU ist für einen erweiterten Aldi-Markt“, sagte CDU-Fraktionschef Lothar Nau während der jüngsten Fronhäuser Parlamentssitzung. Dann folgte das „aber“. „Für uns stellt sich der Weg dorthin etwas anders dar.“ Aus dem Grunde, dass die CDU verlässlich wissen will, dass die Gemeinde keinen Zugriff auf die jetzt angedachte Fläche bekomme.

Nau räumte ein, dass es nach wie vor innerhalb seiner Fraktion unterschiedliche Ansichten gebe. Er wolle diese auch nicht unterbinden und kündigte ein freies Abstimmungsverhalten an. Für den Teil, der sich weiterhin gegen das jetzige Vorgehen ausspricht, sagte er: „Für uns geht Rechtssicherheit vor Schnelligkeit.“ Und er sagte noch: „Der Aldi-Markt könnte auch auf einem Grundstück entstehen, das schon der Gemeinde Fronhausen gehört. Da könnten wir dann auch 200000 Euro einnehmen.“

Gemeindeverwaltung schlägt Deckungsvorschlag vor

Generell ging es im Parlament „nur“ um die Bereitstellung von 29000 Euro als überplanmäßige Ausgabe für das bereits im Dezember beschlossene Bauleitplanverfahren „Änderung Bebauungsplan Gewerbegebiet Marburger Straße“. 21000 Euro werden für die Änderung des Bebauungsplanes mit Fachgutachten veranschlagt, 8000 Euro für ein wasserrechtliches Verfahren für eine Grabenverlegung.

Weil in der allgemeinen Kostenstelle „Orts- und Regionalplanung“ keine Mittel mehr frei sind, schlägt die Gemeindeverwaltung einen internen Deckungsvorschlag im Haushalt 2014 vor. So könne mit der Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges mit 1000 Meter Schlauch auf die Wasserentnahmestelle in Hassenhausen verzichtet werden.

Dafür waren 33000 Euro vorgesehen. Die Initiative Fronhausen fragte nach, ob es nicht Sinn mache, die Angelegenheit in den 2015-er Haushalt zu packen, der erst in der selben Sitzung eingebracht wurde (die OP berichtete), statt eine überplanmäßige Ausgabe für den 2014-er zu beschließen. Bürgermeister Reinhold Weber sagte dazu, dass der Investor Aldi schon an einer schnellen Lösung interessiert sei. Dem wolle sich die Initiative nicht verschließen und kündigte an, dann auch für die überplanmäßige Ausgabe zu stimmen.

"Wir wollen keinen Stillstand"

Die Haltung der CDU-Fraktion wurde trotz der Ausführungen Lothar Naus von Steffen Weber (Bürger für Fronhausen) ausgeschlachtet: „Wir Bürger wollen keinen Stillstand. Die CDU sollte endlich aus ihrem Jahrhundertschlaf aufwachen. Aber bisher war sie ja immer gegen Entwicklung.“ Unabhängig vom Ausgang des Bauleitplanverfahrens - dort können Anregungen und Bedenken vorgetragen werden - trägt der Aldi-Projektentwickler anteilig zu seinen optionierten Flächen den finanziellen Aufwand.

Die SPD, die Initiative Fronhausen und die Bürger für Fronhausen sowie ein CDU-Mitglied stimmten mit ja, insgesamt 13 Parlamentarier. Vier stimmten mit nein, allesamt aus der CDU-Fraktion. Zwei weitere, ebenfalls aus der CDU-Fraktion, enthielten sich der Stimme.

von Götz Schaub

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