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Abwassersplitting kann 2013 starten

Parlament Ebsdorfergrund Abwassersplitting kann 2013 starten

Es ist ruhig geworden im Parlament Ebsdorfergrund. Hat sich Resignation bei der Opposition breit gemacht? - Nein, die Beschlussvorlagen wurden in den Ausschüssen so gut vorbereitet, dass Einstimmigkeit erzielt wurde.

Dreihausen. Von der neuen Fraktion der Grünen, waren am Montag nur zwei von vier anwesend: Adolf Schäfer und Hartmut Schimanowski. Bei der ersten Abstimmung über die Bestellung von Wildschadenschätzern für den Ortsteil Ebsdorf enthielten sich die beiden. Bei acht Entscheidungen zogen sie dann mit den übrigen an einem Strang und stellten Einstimmigkeit her. Nur einmal gab es Differenzen. Bei der Wahl eines neuen stellvertretenden Ortsgerichtsvorstehers für das Ortsgericht Ebsdorfergrund schlug die SPD-Fraktion Lothar Heidt vor, die CDU hingegen Helga Schneider. Bürgermeister Andreas Schulz machte deutlich, dass beide Wahlvorschläge gut seien und zeigte sich überzeugt davon, dass beide das Ehrenamt würdig ausfüllen können. Die anschließende geheime Wahl brachte Lothar Heidt als Sieger hervor. Er bekam eine Stimme mehr als SPD-Fraktionsmitglieder anwesend waren, nämlich 16. Helga Schneider erhielt 11 Stimmen.Wildschadenschätzer in Ebsdorf wurde übrigens ab Januar 2013 für vier Jahre Johannes Steitz. Sein Stellvertreter heißt Erich Grau.

Obgleich bei der Neufassung der Entwässerungssatzung der Gemeinde vom Ältestenrat Aussprache erteilt worden war, fühlte sich niemand mehr angesprochen, die Ergebnisse aus dem Haupt- und Finanzausschuss zu kommentieren. Schon dort wurde Einigkeit erzielt. Wie bereits am Montag im Vorbericht zum Parlament berichtet wurden die neuen Preise durch das Abwassersplitting bestätigt. Die Schmutzwasserkosten sinken demnach pro Kubikmeter von 4,30 auf 3,40 Euro. Die neue Gebühr auf Niederschlagswasser wird pro Quadratmeter versiegelter Fläche zunächst 51 Cent betragen, 2014 dann 50 Cent. Die Summen werden nicht addiert, sondern über einen Kostenverteilungsschlüssel in Beziehung zueinander gesetzt. Der Schmutzwasseranteil macht 59 Prozent aus, das Niederschlagswasser 41 Prozent. Wie viel jeder Verbraucher zu zahlen hat, hängt von der Beschaffenheit des Grundstücks, sprich von der Größe der versiegelten Fläche ab. Auch die Neufassung der Hauptsatzung sowie die Neufassungen der Satzung und der Gebührensatzung über die Benutzung von Tageseinrichtungen für Kinder wurden einstimmig verabschiedet.

Letztere wurde zwar erst 2011 überarbeitet und beschlossen, doch wurde dies nun noch einmal nötig, weil die Trägerschaft des von der evangelischen Kirche geführten Kindergartens Rauischholzhausen wie bereits beschlossen zum 1. Januar 2013 in Gemeindehand übergeht. Auch der zweite Nachtrag zur Abfallsatzung, der eine Senkung der Müllgebühren vorsieht wurde einstimmig und ohne Aussprache beschlossen.

ÜbererfüllteFrauenförderung

Durchgewunken wurde auch der vierte Frauenförderplan der Gemeinde Ebsdorfergrund. Parlamentschef Gotthard Seim scherzte dabei, dass die Gemeinde wohl eher einen Männerförderplan benötige.

Die Ziele des Frauenförderplanes, der gesetzlich vorgeschrieben ist, sind im Grund nämlich nicht nur erreicht, sondern übererfüllt worden. In der Verwaltung sind die Beamtenstellen zu 66,6 Prozent mit Frauen besetzt und bei den Angestellten sogar 78,95 Prozent. Im Kindertagesstättenbereich beträgt der Anteil an Frauen 100 Prozent wie auch im GrundBad Heskem-Mölln. Nur auf dem Servicehof beträgt der Anteil der Männer fast 100 Prozent. Dort arbeitet nur eine Frau in der Verwaltung.

von Götz Schaub

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