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Absolute Mehrheit der SPD im Grund in Gefahr

Trends im Südkreis Absolute Mehrheit der SPD im Grund in Gefahr

Die CDU liegt in Fronhausen erneut vorn, in Weimar deutlich abgeschlagen hinter der SPD. Die Weimarer Grünen legen kräftig zu. Im Ebsdorfergrund ist die absolute Mehrheit der SPD in Gefahr.

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Stimmabgabe im Bürgerhaus Argenstein.

Quelle: Götz Schaub

Südkreis. Um 19.35 Uhr ist auf der Homepage der Gemeinde Ebsdorfergrund das erste Trendergebnis aus Roßberg zu sehen. Danach hat die SPD ihre absolute Mehrheit verloren. Um 21.30 Uhr bestätigt sich dieser Trend, auch wenn sie zwischenzeitlich auf mehr als 52 Prozent kam. 54,3 Prozent der Stimmen müssen noch ausgezählt werden, doch sollte es am Ende für die SPD nicht reichen, wird sie es sehr schwer haben, ihre Politik weiter wie bisher betreiben zu können, denn die Grünen mit dem ehemaligen SPD-Mann Heinrich Rabenau an der Spitze waren zuletzt nicht gerade die Freunde der SPD. Der Ideenvielfalt kann es indessen nur guttun, auch wenn das die Sozialdemokraten sicherlich anders sehen. Aber auch sie müssen eben mit dem leben, was ihnen die Wähler im Grund vorgeben.

Nach dem Trend legt die CDU in Fronhausen im Vergleich zum Endergebnis von 2006 mehr als sechs Prozent zu, doch ist dieser Trend noch mit Vorsicht zu genießen, denn von den Wählern haben 63 Prozent panaschiert und kumuliert und sind somit im Trend noch nicht berücksichtigt. Sollten „Bürger für Fronhausen“ und SPD weiterhin eine Zusammenarbeit anstreben, stände die CDU einmal mehr vor dem Dilemma, als stärkste Fraktion außen vor zu sein. Aber vielleicht lässt der Zuwachs der Christdemokraten die anderen Parteien wenigstens etwas umdenken, was die Verteilung der Ämter angeht. Zuletzt hatten „Bürger“ und SPD die CDU dabei völlig ignoriert und damit den Willen von 41,5 Prozent der Mitbürger nicht berücksichtigt.

Weimar : Der SPD-Bürgermeister Muth wurde letztes Jahr sehr zur Freude der Weimarer CDU abgewählt, doch nun muss sie selbst Wunden lecken. 42,4 Prozent der Stimmen sind ausgezählt und die CDU muss sich zunächst einmal als großer Wahlverlierer ansehen. Hingegen müssen die Freien Bürger auch als Muth-Kritiker nur einen ganz leichten Verlust zur Kenntnis nehmen, während die dritten ausgewiesenen Muth-Kritiker, die Grünen, auf 16,3 Prozent emporschnellen. Da fragt man sich schon, wie viel Bundespolitik auf Weimar abgefärbt hat und in welchen Konstellationen es dort weiter gehen wird.

von Götz Schaub

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