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Abmahnung bleibt weiter Streitpunkt

Südkreis Abmahnung bleibt weiter Streitpunkt

Der Hausmeister einer Grundschule im Südkreis wurde vom Landkreis abgemahnt und an eine Hinterländer Schule umgesetzt. Gegen beides hat er Widerspruch eingelegt.

Marburg. Über die Rechtsgültigkeit der Abmahnung hat das Kammergericht nach Anhörung von vier Zeugen noch nicht entschieden. An einem zweiten Verhandlungstag will der vorsitzende Richter Hans Gottlob Rühle zunächst weitere Zeugen hören.

Die Klage des Hausmeisters gegen die Umsetzung an die Hinterländer Schule hat das Gericht abgewiesen. „Der Kläger hat keinen Anspruch auf die Stelle. Nach dem Arbeitsvertrag hat er nicht einmal das Recht auf eine Beschäftigung als Schulhausmeister“, begründete Rühle die Entscheidung. Demnach könne er von seinem Arbeitgeber, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, im gesamten Kreis eingesetzt werden.

Der Abmahnung und der Umsetzung ging bereits ein längerer Streit voraus: Das Arbeitsverhältnis zwischen dem 32-jährigen Hausmeister und dem Lehrerkollegium der Grundschule schilderten beide Parteien vor dem Arbeitsgericht als problematisch und konfliktgeladen. Wiederholt habe er seine Pflichten verletzt und sei daher abgemahnt worden. Die frühere Schulleiterin schilderte, dass der Hausmeister in Form einer Liste auf anstehende Aufgaben hingewiesen werden musste. Oftmals habe man ihn mehrfach auffordern müssen, Dinge zu erledigen. So soll er es Anfang 2010 versäumt haben, Nägel aus einem beschädigten Zaun zu entfernen.

von Patricia Kutsch

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