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„Ab heute schauen wir nach vorne“

Fronhäuser Parlament „Ab heute schauen wir nach vorne“

Michael Heimann bleibt der Vorsitzende der Gemeindevertretung. Die Abgeordneten haben ihm in der konstituierenden Sitzung erneut das Vertrauen geschenkt. Stellvertretender Bürgermeister ist Walter Horn.

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Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Fronhausen, Michael Heimann (rechts) und Bürgermeisterin Claudia Schnabel (von links) haben den neuen Gemeindevorstand ernannt: Richard Möller, Edmund Bleeker, Walter Horn, Heinrich Dengel, Mario Junk und Thorben Bastian.

Quelle: Patricia Grähling

Fronhausen. Erklärtes Ziel aller Abgeordneten und der Bürgermeisterin Claudia Schnabel war es, dass alle drei Fraktionen – CDU, SPD und IF – gleichermaßen fair im Parlament vertreten sind. Vertrauen ist ihnen wichtig für die neue Legislaturperiode und Zusammenarbeit im Sinne der Gemeinde, wie mehrfach von allen Seiten betont wurde. In einer Verhandlungsgruppe haben die Fraktionen dafür im Vorfeld die Voraussetzungen geschaffen, die sie am Donnerstagabend in der konstituierenden Sitzung des neuen Parlaments dann auch verabschiedeten.

Somit hat die Bürgermeisterin Claudia Schnabel, die der IF angehört, nun einen CDU-Stellvertreter. Walter Horn wurde zum Ersten Beigeordneten der Gemeinde gewählt. Unterdessen darf die SPD weiter den Vorsitzenden der Gemeindevertretung stellen: Michael Heimann bleibt damit im Amt, er wurde einstimmig wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Nicole Pöttgen (IF) und Martin Schnabel (CDU).

Neben Walter Horn bilden Heinrich Dengel und Thorben Bastian von der CDU sowie Richard Möller, Mario Junk und Edmund Bleeker von der IF und Werner Keil und Heike Röhrig von der SPD den Gemeindevorstand. Die gesamte Vorschlagsliste wurde einstimmig gewählt. Schnabel ernannte die Gewählten zu Ehrenbeamten, wonach Heimann ihnen den Amtseid abnahm.

Oberstes Ziel: Die Bürger in die Politik miteinbeziehen

„Ab heute schauen wir nach vorne“, sagte die Bürgermeisterin zur Einstimmung des neu gewählten Parlaments. Sie wünsche sich „Dispute auf das Sachthema zu beschränken, damit wir uns nach den Sitzungen noch in die Augen sehen und gemeinsam ein Bier trinken gehen können“. Das oberste Ziel sei es, die Bürger mitzunehmen. „Ich kann nicht versprechen, dass die Sitzungen noch so unterhaltsam werden, wie in der Vergangenheit“, sagte Schnabel. Dafür versprach sie Transparenz.

Auch Richard Möller, der nach zehn Jahren in der Gemeindevertretung nun in den Gemeindevorstand aufrückte, wünschte sich sachbezogene Politik – weitestgehend ohne parteipolitische Beeinflussungen. „Die Zeiten sind für kleine Kommunen schwierig genug und erfordern die Bündelung der Kräfte aller politisch Handelnden“, betonte er.

Ob die Fraktionen gemeinsam sachbezogen diskutieren können, werden sie in den nächsten Sitzungen ab dem 2. Juni zeigen. Schnabel kündigte schon an, dass dann ein Nachtragshaushalt eingebracht werde, der „sicher nicht ausgeglichen ist“. Derzeit hat der Haushalt ein Plus von 3500 Euro. Durch eine Gewerbesteuerrückzahlung für 2015 in Höhe von 360.000 Euro und einen vermutlich niedrigeren Steuerertrag im laufenden Jahr von rund 391.000 Euro rutscht der Haushalt allein in ein dickes Minus von mehr als einer halben Million Euro. „Das wird mit Einsparungen alleine nicht aufzufangen sein.“

Im Laufe der Sitzung erklärte die Gemeindevertretung auch die Wahlergebnisse der Kommunalwahl für gültig und machte damit den Weg frei für die konstituierenden Ortsbeiratssitzungen.

 
Vertreter für Verbandversammlungen

Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke: Heinrich Dengel, Stellvertreter: Marc Schnabel

Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke: Michael Heimann, Stellvertreter: Thorben Bastian

Vertreter „Lahn-Ohm-Verband“: Ulrich Zick, Stellvertreter: Peter Kelch

Vertreterin ekom21: Claudia Schnabel, Stellvertreter: Günter Majewski

Müllabfuhrzweckverband: Inge Lettermann-Naß, Stellvertreterin: Alexandra Böth;

Vertreterin im RNV: Claudia Schnabel, Stellvertreter: Peter Kelch.

von Patricia Grähling

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