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Ab Montag ist die Unterführung dicht

Umwege für Bahnreisende Ab Montag ist die Unterführung dicht

Die Gemeinde Fronhauen geht die lange aufgeschobene Bodensanierung in der Bahnsteigunterführung an. Der Tunnel wird dafür weitgehend gesperrt. Bahnreisende müssen ausweichen.

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Am Freitag lief noch alles wie gewohnt am Fronhäuser Bahnhof. Doch ab kommender Woche ist die Unterführung wegen Bauarbeiten zumeist voll gesperrt.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. „Es geht nicht anders.“ So sieht es Bürgermeister Reinhold Weber. Die Gemeinde habe immer wieder punktuell die Stolperfallen in dem maroden Bodenbelag in der Unterführung beseitig, jetzt, wo der Gemeindehaushalt genehmigt ist, werde es Zeit für eine grundhafte Erneuerung.

In der zurückliegenden Sitzung der Gemeindevertreter verdeutlichte Weber, dass es unumgänglich sei, die Bahnunterführung für die Sanierung des Bodens zu sperren. Aus dem Parlament kam der Vorschlag, den maroden Gehweg erst auf der einen Seite, dann auf der anderen zu erneuern, „so, wie man es auch bei einseitigen Straßenerneuerungen macht“, schlug Klaus Bork (SPD) vor. Weber teilte mit, ihm sei bereits erklärt worden, „ dass das so nicht geht“.

Jetzt müssen die Fronhäuser Bahnreisenden in den sauren Apfel beißen - immerhin in der Ferienzeit, wodurch zumindest weniger Zuggäste von den Einschränkungen betroffen sein dürften. Gemeinsam mit der beauftragten Baufirma und dem Regionalen Nahverkehrsverband (RNV) Marburg-Biedenkopf habe die Gemeinde eine Regelung gefunden, die „die Sperrung aufs Notwendigste beschränkt“, teilt die Gemeinde Fronhausen mit: Die Sperrung erfolgt vom Montag, 28. Juli, bis Freitag, 8. August. Dabei kann die Unterführung von Freitagabend, 1. August (nach Beendigung der Arbeiten) bis Montagmorgen, 4. August (Wiederaufnahme der Arbeiten) genutzt werden.

Der RNV erarbeitete eine Lösung für die Fronhäuser Bahnreisenden, wodurch sie trotz gesperrtem Zugang mit „relativ geringem Aufwand und Mehrkosten von jedem Bahnsteig aus das gewünschte Ziel erreichen können“, informiert die Gemeinde und weist die Bahnkunden darauf hin, dass sie ihre Fahrt unter Umständen früher antreten müssen, um ihre Ziel zur gewohnten Zeit zu erreichen.

Ein- und Ausstieg an Gleis 1: Zugreisende Richtung Gießen sollten bei der Rückfahrt mit dem stündlich verkehrenden Mittelhessen-Express über Fronhausen hinaus bis nach Niederwalgern fahren und dort umsteigen. Die fahrplanmäßige Ankunft in Niederwalgern erfolgt zur Minute 55. Zu jeder vollen Stunde kann die Rückfahrt nach Fronhausen erfolgen um somit wiederum am Gleis 1 zur Minute 03 aussteigen zu können.

Ein- und Ausstieg an Gleis 2: Zugreisende Richtung Marburg sollten bei der Rückfahrt mit dem stündlich verkehrenden Mittelhessen-Express über Fronhausen hinaus bis nach Friedelhausen oder Lollar fahren und dort umsteigen. Der stündlich verkehrende Mittelhessen-Express erreicht Lollar zur Minute 09. Die Rückfahrten mit der Hessischen Landesbahn bis nach Fronhausen erfolgen zur Minute 15 beziehungsweise 16. Die Hessische Landesbahn verkehrt nicht stündlich - daher ist zuvor ein Blick in den Fahrplan (www.RMV.de) erforderlich.

Beim Rhein-Main-Verkehrsverbund wurde für die Zeitdauer der Sperrung der Bahnunterführung eine tarifliche Ausnahmegenehmigung beantragt.

Kunden mit dem Fahrtziel Fronhausen Bahnhof (Tarifgebiet 0582) können bei Hin- und Rückfahrt die Bahnhöfe und Stationen Niederwalgern (Tarifgebiet 0571) und Friedelhausen (Tarifgebiet 1582) und Lollar (Tarifgebiet 1558) nutzen. Somit entstehen durch diese Ergänzungsfahrten keine Zusatzkosten.

Bahnreisende können auch das Anruf-Sammel-Taxi (MR-35) nutzen, teilt der RNV mit und verweist darauf, dass Fahrgäste zwischen Bahnhof Fronhausen Ostseite und Westseite wählen können.

Nähere Infos bei der RNV-Geschäftsstelle, Telefon 06421/4051378.

von Carina Becker

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