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Ab 2017 gibt es einen direkten Gymnasial-Zweig

Gesamtschule Niederwalgern Ab 2017 gibt es einen direkten Gymnasial-Zweig

Vertreter der Schulleitung, des Staatlichen Schulamts und des Kreises als Schulträger sind sich einig: Die Zeiten der Unsicherheit, wie es mit der Gesamtschule Niederwalgern weitergeht, sind vorbei. Der Neustart ist vollzogen.

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Sie setzen auf den Schulstandort Niederwalgern: Marian Zachow (von links), Birgit von Bargen, Uwe Schulz und Heike Grosser.

Quelle: Götz Schaub

Niederwalgern. Uwe Schulz hat gerade das erste Schuljahr als Schulleiter der Gesamtschule Niederwalgern hinter sich gebracht. Und wie sieht er aus? Gut. Entspannt. Motiviert. Nicht gehetzt, nicht gestresst. Es war sicher kein einfaches Jahr, aber es kristallisierte sich schnell heraus, wohin die Reise der Schule gehen soll. Und jetzt präsentiert sich eine neue Schulleitung, die Zuversicht ausstrahlt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Damit steht das Leitungsteam keineswegs alleine da. Auch Heike Grosser vom Staatlichen Schulamt Marburg und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow in seiner Eigenschaft als Schuldezernent sind überzeugt, dass Niederwalgern anderen, guten Zeiten entgegengeht. „Die energetische Sanierung, die gerade an der Schule stattfindet, ist ein äußerliches Zeichen für ein klares Standortbekenntnis. Das fällt auch leicht, weil wir von der vorhandenen Qualität überzeugt sind“, sagt Marian Zachow. Dass die Jahrgangsstufen sechs und fünf im neuen Schuljahr nur jeweils zweizügig sind, mag die Freude noch etwas trüben, aber werden die Schüler dieser Klassen wieder Transporteure einer geordneten Schule nach außen sein. Und so bereitet sich die Schulgemeinde auch nur noch auf eine Neuerung vor, die ab dem Schuljahr 2017/2018 greifen soll: Dann nämlich wird bereits ab Klasse fünf neben der klassischen Förderstufe, in der alle Schüler gemeinsam lernen, ein Gymnasialzweig angeboten.

Damit wird Eltern, die ihr Kind lieber auf einem Gymnasium sehen möchten, das Ansinnen, ein Gymnasium zu bevorzugen, vollends genommen, denn der Gymnasialzweig wird sich in nichts von einem Gymnasium unterscheiden. Daraus folgt dann auch, dass die zehnjährigen Kinder, die von den Grundschulen kommen, zusammen wechseln können und zwar zu einer Schule in der Nähe ihrer Heimatorte“, sagt Grosser.

Die personelle Ausstattung ist dafür garantiert. In Birgit von Bargen gibt es bereits seit Februar eine neue engagierte Leiterin des Gymnasialzweiges. Das gesamte Kollegium ist motiviert und bereit, den jetzt eingeschlagenen Weg mitzugehen, sagt Schulz. Die Ausstattung der Schule könnte nicht besser sein, etwa mit den Highlight Musik- und Kulturhaus oder der top modernen Mensa. Dazu kommt das Angebot als Ganztagsschule, an dem sich auch heimische Vereine beteiligen, was zur heimischen Identitätsstiftung der Kinder beiträgt. Auch die außerschulischen Lernorte werden gepflegt, wie etwa die Landsynagoge Roth oder das mathematische Experimentierfeld in Niederwalgern. „Wir verstehen uns weiterhin als Schule für alle Grundschulabgänger im Einzugsbereich. Dazu werden wir auch die Kontakte mit den neuen Schülern vor einem Wechsel intensivieren, sie in unsere Schule einladen oder ihnen Angebote in ihre Schulen bringen, etwa aus den naturwissenschaftlichen und sportlichen Bereichen“, sagt Schulz. Über diese Begegnungen können dann die Schüler selbst einschätzen, was sie in Niederwalgern erwartet und eine bewusste Entscheidung für diese Schule treffen. Wenn dann die Schüler einmal an der Schule sind, sollen sie auch sehen, dass sie nicht die Katze im Sack gekauft haben: Transparenz und der Austausch von Informationen mit den Eltern werde groß geschrieben, der Kontakt zu den Schülern auch auf Leitungsebene ganz einfach gehalten.

„Meine Tür steht für die Schülervertretung immer offen, wenn sie ein Anliegen hat“, sagt Schulz. Zum Leitungsteam gehören neben Schulz und von Bargen, Gilda Röder als pädagogische Leiterin und Malte Luther als Leiter des Förderschulzweigs. Die letzte Personalie wird auch bald besetzt sein, die des stellvertretenden Schulleiters. „Es wird ein Mann sein“, verrät Grosser. Warum? Weil sich nur Männer beworben haben.

von Götz Schaub

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